Daniel Gissel überrascht als Favoritenschreck

Daniel Gissel, Tischtennisspieler des TTC Wehrden, musste sich erst im Finale geschlagen geben: Im Endspiel der Landesmeisterschaften unterlag er Christoph Brubach. Zuvor konnte Gissel allerdings den Favoriten Pascal Naumann ausschalten.

Christoph Brubach wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Bei den Saarlandmeisterschaften der Damen und Herren in der Multifunktionshalle an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken, die am vergangenen Wochenende von der TTG Rohrbach/St. Ingbert ausgerichtet wurden, zeigte der Tischtennisspieler im Herren-Einzel eine starke Leistung. Die Nummer eins des Regionalligisten TV Limbach holte sich durch einen 11:6, 9:11, 13:11, 10:12, 11:5 und 11:6-Erfolg im Finale gegen Daniel Gissel vom Liga-Konkurrenten TTC Wehrden seinen vierten Einzeltitel nach 2003, 2006 und 2011.

Daniel Gissel hat dabei allein mit seiner Finalteilnahme überrascht: Denn er schaltete zuvor im Viertelfinale unerwartet den Titelverteidiger Pascal Naumann vom Zweitligisten 1.FC Saarbrücken-Tischtennis II mit 4:1 aus - und zeigte auch im Finale eine gute Darbietung. "Auch wenn die Sätze fünf und sechs recht deutlich ausgingen, so hatte ich vor allem im dritten Satz sehr viel Mühe, einen 7:10-Rückstand noch in ein 13:11 umzubiegen", sagte demnach Landesmeister Brubach. Zuvor hatte er im Halbfinale seinen Limbacher Mannschaftskollegen André Forsch mit 11:5, 11:9, 11:8, 8:11 und 11:7 bezwungen. Forsch und Jürgen Braun von der DJK Heusweiler landeten später auf dem Bronzerang.

Der mitfavorisierte Marc Rode, der wie Naumann bei der Zweitliga-Mannschaft des FCS spielt, sagte seine Teilnahme verletzungsbedingt ab. "Ich hatte vor ein paar Monaten einen Bandscheibenvorfall und obwohl ich zuletzt wieder spielen konnte, haben die Schmerzen nun wieder angefangen", sagte der 18-Jährige, dem nur die Zuschauerrolle blieb.

Eine Überraschung gab es im Herren-Doppel, in dem sich Aaron Vallbracht und Rouven Niklas vom Oberligisten TTC Kerpen Illingen bis ins Endspiel kämpften. Dort besiegten sie die letztjährigen Vize-Saarlandmeister, David Lamma und Matthias Knopf (DJK Heusweiler), mit 11:8, 10:12, 11:6, 7:11 und 11:2. "Heute lief es fast wie von selbst. Es gingen Bälle, die wir sonst höchstens im Training spielen können", sagte der 18-jährige Vallbracht.

Nachdem sie in den vergangenen zwei Jahren bei den Saarlandmeisterschaften nicht startete, konnte Ann-Kathrin Herges vom Damen-Zweitligisten ATSV Saarbrücken diesmal sowohl im Einzel als auch im Doppel den Titel einheimsen. Im Damen-Einzel gab Herges in Abwesenheit von Titelverteidigerin Claudia Brubach (ATSV Saarbrücken) bis zum Finale gegen ihre Teamkollegin Theresa Adams (ebenfalls ATSV) noch nicht einmal einen Satz ab. Umso spannender war dann das vereinsinterne Finale gegen Adams, das Herges mit 5:11, 11:4, 11:5, 5:11, 10:12, 11:4 und 11:5 für sich entschied.

"Die Duelle zwischen mir und Theresa sind meistens knapp, da wir uns sehr gut kennen", sagte Herges. Die in der Vorschlussrunde ausgeschiedenen Carolin Freude (TTSV Saarlouis-Fraulautern) und Katharina Palm (TTV Rimlingen/Bachem) teilten sich den dritten Platz. Weniger verwunderlich fiel das Ergebnis im Damen-Doppel aus. Die beiden Einzel-Finalistinnen Ann-Kathrin Herges und Theresa Adams behielten im Endspiel gegen Carolin Freude und Judith Philippi vom TTSV Saarlouis-Fraulautern mit 11:5, 11:6 und 11:5 die Oberhand und fuhren ihren insgesamt dritten gemeinsamen Saarlandmeistertitel im Damen-Doppel ein.

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