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Courage im Rollenspiel lernen

 Merziger Schüler beim Rollenspiel. Foto: Hans Pattar
Merziger Schüler beim Rollenspiel. Foto: Hans Pattar FOTO: Hans Pattar
Merzig. Die Klasse 9b der Christian-Kretzschmar-Schule in Merzig nahm kürzlich an dem Projekt, überschrieben mit „Schublade offen! Am Anfang war das Vorurteil“, teil. red

Veranstaltet wurde der Projekttag vom "Netzwerk für Demokratie und Courage". Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Netzwerks moderierten den Tag zu den Stichworten "Diskriminierung, Rassismus, Migration und couragiertes Handeln". Zunächst ging es darum, Diskriminierungssituationen und Vorurteile zu erkennen. In Rollenspielen wurden Situationen simuliert, in denen die Schülerinnen und Schüler in Täter- oder Opferrollen schlüpfen sollten, aber auch in Personen, die couragiert handeln und eingreifen, wenn sie merken, dass jemand diskriminiert wird. Wichtig war es auch, darüber aufzuklären, welchen Status verschiedene Ausländergruppen in der Bundesrepublik haben können und welchen Reglementierungen sie je nach Status ausgesetzt sind. Denn nur mit dem entsprechenden Wissen kann man Vorurteilen richtig begegnen und vor "Stammtischparolen" schützen.

Das "Netzwerk für Demokratie und Courage" führt Projekttage an Schulen und Berufsschulen, in Jugendeinrichtungen und Ausbildungsbetrieben durch. Die Veranstaltungen werden durchgeführt von jungen, ehrenamtlich engagierten Teams. Ziele des Netzwerks sind zum Beispiel junge Menschen zu demokratischem Engagement zu ermutigen, Zivilcourage herauszufordern oder Rassismus abzubauen und klar gegen rechte Meinungen aufzutreten. Ein interessantes und spannendes Projekt, das dazu beiträgt, dass aus den Schülerinnen und Schülern junge Menschen mit demokratischen Gedanken und couragiertem Handeln werden.