CDU will vor der Saar-Wahl Senioren mobilisieren

(ulo) Dort, wo sie 1987 gegründet wurde, hat die Senioren-Union der CDU-Saar jetzt im Festsaal der Handwerkskammer in Saarbrücken ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Als Festredner rief Bundesvorsitzender Professor Otto Wulff (Berlin) die Senioren-Union dazu auf, nicht nur Politik für Ältere zu machen, sondern noch mehr an die Generationen der Kinder und Enkel zu denken. An die Älteren selbst appellierte der 83-Jährige, sich ständig weiterzubilden und Mut für neue Aufgaben zu zeigen.

"Die Senioren stellen mehr als ein Drittel der Wahlbevölkerung und diese Generation baut darauf, dass das, was sie in 70 Jahren aufgebaut hat, nicht von einer Politik von Nationalisten und Sozialisten wieder an den Abgrund gefahren wird", sagte Wulff vor rund 200 Mitgliedern. Er gab sich optimistisch, dass die CDU die Wahl gewinne, lobte das Saarland als "erstes Land, das europäische Politik herbeigeführt und gelebt" habe und bat um Unterstützung für Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Kramp-Karrenbauer sagte, die ausgehandelten 500 Millionen Euro jährlich mehr für das Saarland ab 2020 seien weder ihr alleiniger Erfolg oder der einer einzigen Partei, "sondern der Anstrengung der gesamten Bevölkerung im Saarland zu verdanken". Für die nächsten Jahre kündigte sie mehr finanzielle Unterstützung für das barrierefreie Wohnen Älterer, aber auch einen Kinderbaubonus von 2000 Euro für junge Eigenheimerwerber sowie ab dem 1. Januar 2018 auch ein Bildungskonto für alle neugeborenen Kinder mit einem Startguthaben von 2000 Euro an.

Die Senioren-Union ist die Interessenvertretung älterer CDU-Mitglieder. Sie zählt nach eigenen Angaben rund 1200 Mitglieder und wird seit dem Jahr 2008 vom früheren CDU-Fraktionschef im Landtag, Günther Schwarz, geführt. Zu den Gründungsvätern zählte Ex-Saarminister Günther Schacht, der die Organisation 18 Jahre lang prägte.