CDU sieht Messestandort gefährdet

Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke hat einer schnelle Entwicklung eines neuen Kongress- und Messestandorts an der Saarbrücker Congresshalle eine Absage erteilt (wir berichteten). Schuld daran sind Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und die SPD, meint die CDU-Ratsfraktion.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Peter Strobel , sieht in den jüngsten Äußerungen des SPD-Staatssekretärs im saarländischen Wirtschaftsministerium, Jürgen Barke , zum Messe- und Kongressstandort Saarbrücken eine deutliche Abfuhr für die städtischen Messepläne. Barke hatte gesagt, dass die Zusammenlegung des Messe- und Kongresswesens an der Congresshalle auf absehbare Zeit nicht kommen werde. Damit sei klar, dass auch nach 2019 vorerst nur das Gelände am Schanzenberg für Messen zur Verfügung stehe. Außerdem hatte der Staatssekretär einer gemeinsamen Messe- und Kongressgesellschaft von Stadt und Land eine Absage erteilt. "Leider wurden über sieben Millionen Euro Steuergelder aus dem Fenster geworfen, bloß weil Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und die SPD unbedingt die Messegesellschaft haben wollten. Jetzt steht die Saarmesse kurz vor der Pleite und damit alle größeren Messen vor dem Aus", bedauert Peter Strobel . Und weiter: "Nun sollen auch noch 1,2 Millionen Euro hinterher geworfen werden, weil die rot-rot-grüne Ratsmehrheit beschlossen hat, vorzeitig zwei Hallen von der inzwischen eigenen Messegesellschaft zu erwerben."

Peter Bauer, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, weist die Vorwürfe zurück. "Wir haben die Messe zu einem Zeitpunkt gekauft, als die Saarmesse GmbH in eine ernste Schieflage geraten war. Nur durch den Kauf konnte die Stadt die bestehenden Strukturen erhalten und ihre Forderungen an die Saarmesse GmbH sichern." Wichtigstes Ziel sei es gewesen, die Messe in eine Kooperation mit dem Land einzubringen, um das Messe- und Kongressgeschäft zu bündeln. Alle Gutachten dazu haben Stadt und Land einvernehmlich beschlossen und gemeinsam finanziert. Die Landeshauptstadt ist nach wie vor an der engen Kooperation mit dem Land interessiert. Unabhängig von einer großen Lösung im Bereich der Congresshalle, werde nun zügig über alternative Standorte zum Messegelände geredet.