CDU dankt Ehrenamtlern

Der 25. Neujahrsempfang der CDU im Regionalverband Saarbrücken war im Kommunalwahljahr stark besucht. Die Partei, die „in wilder Ehe“ mit der SPD regiert, so Fraktionschef Norbert Moy, bedankte sich bei Ehrenamtlern aus dem Sport.

Eine kurze, aber markante Lobrede auf die Arbeit hat der CDU-Chef im Regionalverband Saarbrücken, Norbert Moy aus Dudweiler, beim Neujahrsempfang seiner Partei am Dienstag im Saarbrücker Schloss gehalten. Arbeit diene nicht nur dem Lebensunterhalt, sondern auch dem Selbstwertgefühl und müsse sich deshalb mehr lohnen als das Nichtarbeiten. Moy wünschte sich, dass weder das Zeitungsaustragen zur Aufstockung des Gehaltes noch das Gutverdienen verunglimpft würden. Wer viel schaffe und dadurch Vermögen erwerbe, dürfe nicht in den Generalverdacht der Feudalherrschaft gerückt werden, so Moy. Der Fraktionsvorsitzende forderte erneut eine "strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips", das heißt, wer Leistungen für die Bevölkerung oder den Anschub von Förderungen beschließe, der sorge auch für die anschließende Finanzierung. In der Praxis sei es weiter so, dass Kreise und Kommunen überdurchschnittlich schwere Lasten zu tragen hätten. In diesem Jahr werde der Regionalverband 408 Millionen Euro ausgeben, 191 davon müssten seine Gemeinden durch die Umlage beisteuern, das sei "hart". Trotz der hohen Ausgaben sei an den Schulen des Regionalverbandes ein Investitionsstau von 20 Millionen Euro entstanden. Die hohen Anforderungen an Brandschutz und Inklusion seien nicht hundertprozentig zu stemmen, so Moy.

Im Jahr der Kommunalwahl (im Mai) war der 25. Neujahrsempfang der CDU außergewöhnlich stark besucht. Im Festsaal des Schlosses fanden viele der über 250 Gäste keinen Sitzplatz. Kurzfristig verhindert war allerdings die als Rednerin gebuchte Innenministerin Monika Bachmann. Ihr Stellvertreter, Staatssekretär Georg Jungmann, kündigte Änderungen bei der Zuweisung von Asylbewerbern auf die Kommunen an. Nach seinen Worten wurden im letzten Jahr 271 Asylbewerber mit Aussicht auf Anerkennung (vor allem Syrer) von der zentralen Aufnahmestelle in Lebach auf die 52 saarländischen Kommunen verteilt, und zwar nach einem Schlüssel, der die Bevölkerungsverteilung berücksichtige. Es habe sich gezeigt, dass die Personen nach der Wohnsitznahme von sich aus in großer Zahl in den Regionalverband zögen, der wohl als besonders attraktiv gelte. Um diese - nicht verbotene - Wanderung im Vorfeld auszugleichen, würden ab sofort entsprechend weniger Asylbewerber auf die Kommunen des Regionalverbandes verteilt, kündigte der Staatssekretär an.

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Auf einen BlickDie CDU im Regionalverband ehrte in diesem Jahr 13 Personen für außerordentliches ehrenamtliches Engagement im Sport und zwar in ihren Heimatgemeinden. Es sind dies: Lothar Weisenbach vom TV Quierschied, Gerd König vom Schützenverein Eiweiler, Gottfried Dincher vom Lauftreff Kleinblittersdorf, Gerhard Jax vom KSV Völklingen-Fürstenhausen, Gerhard Werny vom Reha- und Breitensportverein Friedrichsthal-Bildstock, Peter Schneider vom FC Neuweiler, Jutta Christmann vom TuS Riegelsberg, Evi Raubuch vom TV Püttlingen, Volker Jochum vom SC Großrosseln, Christoph Schacht vom TV Altenkessel, Hagen Berndt vom TuS Eschringen, Gerd Groß vom TC Rotenbühl und Franz-Josef Reinhard von der DJK Dudweiler/Leichtathletik. wp

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