Bummel trotz Schmuddelwetter

Saarbrücken. Das herbstliche Schmuddelwetter konnte gestern - am verkaufsoffenen Sonntag - viele Konsumenten nicht davon abhalten, durch die City zu bummeln, einzukaufen, Waffeln, Glühwein und andere Leckereien zu genießen."Der Glühwein geht heute richtig gut", berichtete Tanja Becker am Zimtwaffelstand des Café Schubert

Saarbrücken. Das herbstliche Schmuddelwetter konnte gestern - am verkaufsoffenen Sonntag - viele Konsumenten nicht davon abhalten, durch die City zu bummeln, einzukaufen, Waffeln, Glühwein und andere Leckereien zu genießen.

"Der Glühwein geht heute richtig gut", berichtete Tanja Becker am Zimtwaffelstand des Café Schubert. Viele gönnten sich auch schon ein Päckchen Gebäck dazu. Und manche nahmen gar erste Marzipanfiguren als Weihnachtsvorboten für die Lieben mit nach Hause.

"Der Herbst ist aber auch Maronenzeit", betonte Alexandra Schiffler. Sie bot am Sonntag - wie schon ihre Eltern seit gut 25 Jahren - nicht nur hübsche Adventsgestecke an, sondern auch die heißen Esskastanien. Besonders stolz ist sie auf ihren Papa Frank Hauck und stellte klar: "Er hat als erster Kastanienöfen in Form einer Lokomotive gebaut." Die Maronen gehören für viele ihrer Fans so fest zum Herbst wie buntes Laub. Und sie gewinnen ständig neue Freunde. Wie Ekkhard Breuer, der sie am Sonntag zum ersten Mal probierte.

Was in der Bahnhofstraße bei jedem Wetter gern gegessen wird, sind Sachen vom Grill, allen voran Schwenker und Rostwürste. "Die sind ja typisch saarländisch", erläuterte Leonarda Campitelli am Gourmetgrill Kohlwey.

In den Einkaufstüten steckte am Sonntag - überraschenderweise - noch nicht viel Weihnachtliches. "Ich hab' ein paar Deko-Artikel besorgt, aber noch keine Geschenke", verriet Gabriele Müller. Auch Esther Link war nicht auf Geschenke aus. "Ein paar Kleider und eine CD", sagte sie, während sie in die Einkaufstüte zeigte.

Anders Nathalie und Alain Dahlem, die mit ihren Kindern Mathild und Nicolas aus Bitche angereist waren. Die Kleinen freuten sich am Karussell in der Bahnhofstraße, und Nathalie kündigte an: "Wir werden uns in den Geschäften inspirieren lassen und eventuell spontan erste Geschenke kaufen."

Alain fasste zusammen, was die Franzosen an Saarbrücken schätzen: "Die Stadt ist groß, und man kann hier auch spät abends noch Essen gehen."

Die Saarbrücker Geschäftsleute waren am Sonntagabend zufrieden mit der Resonanz. Walter Poggenpohl, Geschäftsführer des Verkehrsvereins: "Wie zuletzt waren auch diesmal wieder viele Franzosen da. Und es ist uns besonders aufgefallen, dass immer mehr Kunden aus Luxemburg kommen."

Das schlechte Wetter habe keine Kunden fern gehalten, außerdem seien viele Geschäfte ja auch schon am Samstag gut frequentiert gewesen. Dazu habe sicherlich die saarländische Meisterschaft im Buss-Ziehen beigetragen - andererseits haben aber auch viele Geschäfte eigene attraktive Aktionen auf die Beine gestellt.