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Bürgerforum fordert eine Alternative zum Stadtautobahn-Tunnel

Saarbrücken. Martin Rolshausen

"Das Baudezernat wie auch der Stadtrat sollten endlich einsehen, dass das Tunnel-Projekt, so elegant die Lösung auch sein mag, einfach nicht finanzierbar ist." Mit dieser Forderung reagiert das Saarbrücker Bürgerforum auf die Ankündigung des Landesbetriebs für Straßenbau im Bauausschuss des Saarbrücker Stadtrats, dass weitere 1,1 Millionen Euro für die Planung eines Stadtautobahntunnels bereitgestellt werden (die SZ berichtete).

1,5 Millionen Euro habe der Landesbetrieb bereits investiert. Dass weiter Geld für die Tunnelplanung fließt, obwohl er aus dem Großprojekt "Stadtmitte am Fluss" offiziell herausgenommen ist, begründet der Landesbetrieb so: Selbst wenn er in absehbarer Zeit nicht zu finanzieren sei, so habe man ihn dann doch planungsreif in der Schublade, wenn sich eine Chance ergäbe.

Anstatt weiter vom Tunnel zu träumen und "nichts, aber auch gar nichts an der unerträglichen Situation, die die Stadtautobahn durch Lärm und Verkehrsaufkommen verursacht", zu ändern, ist für das Bürgerforum der falsche Weg. Es müsse endlich ernsthaft eine Verschwenkung der A 620 durchs Deutschmühlental, die sogenannte Südumfahrung, geprüft werden. Wenn eine "seriöse Überprüfung dieser Möglichkeit" zu dem Ergbnis komme, dass eine Umfahrung nicht machbar ist, "könnte doch wenigstens alles dafür getan werden, dass die durch die Autobahn verursachten Lärmemissionen reduziert werden", fordert das Bürgerforum.

Wichtig seien Lärmschutzwände - nicht nur, wie geplant, am Staden, sondern auch gegenüber der Berliner Promenade und dem Bürgerpark.