Brotdorf hilft nur noch ein Wunder

Der FC Brotdorf hat den letzten Strohhalm nicht ergreifen können. Nach dem 0:0 gegen Losheim ist das Team aus der Verbandsliga abgestiegen – wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Richtig gut sieht es dagegen für Bachem aus. Und weiter oben für Reimsbach.

In der Fußball-Verbandsliga Südwest ist im Kampf um Relegationsplatz zwei eine Vorentscheidung gefallen. Der FC Reimsbach überholte dank eines 6:2-Sieges gegen den FV Schwalbach den TuS Beaumarais, der sich einen unerwarteten Ausrutscher erlaubte. "Wir wollten mit Macht unser letztes Heimspiel gewinnen und uns mit einem Heimsieg von unseren treuen Zuschauern verabschieden", betonte Spielertrainer Marco Buchheit. Und das gelang auch.

Druckvoll spielte Reimsbach nach vorne, hatte mit Tayfun Külekci einen unermüdlichen Antreiber in seinen Reihen. Die ersten beiden Tore erzielte der Wirbelwind schon in der ersten Halbzeit (18. und 30. Minuten), mit seinem dritten Treffer nach 55 Minuten zum 5:2-Zwischenstand sorgte er endgültig für klare Verhältnisse. Dazwischen und danach trafen für Reimsbach noch Marc-Andre Jücker (35.) sowie Marco Buchheit (40. und 66.). Die Gegentreffer durch Sebastian Heinz (25.) und Nicola Granata (52.) waren Ergebniskosmetik.

Von Vorteil war für die Elf der unerwartete 4:1-Sieg der FSG Bous beim unmittelbaren Mitkonkurrenten TuS Beaumarais. Reimsbach ist jetzt wieder Tabellenzweiter, hat drei Punkte Vorsprung auf den TuS Herrensohr, der sich mit einem 7:3-Sieg über den SC Großrosseln seine Minimal-Chance um den Relegationsplatz erhalten hat, und Beaumarais. Im letzten Spiel genügt also Reimsbach ein Unentschieden bei "Favoritenschreck" FSG Bous. "Wir werden mit viel Selbstvertrauen nach Bous fahren, um den Relegationsplatz zu sichern", ist Buchheit optimistisch.

Bachem hat gute Chancen

Viel Selbstvertrauen werden auch die SF Bachem/Rimlingen in ihr letztes Heimspiel gegen den FC Rastpfuhl einbringen, nach dem sie dann ausgelassen den Nichtabstieg feiern wollen. Die Elf von Trainer Hardy Müller hat sich mit einem 3:1-Sieg über den 1. FC Riegelsberg selbst in eine gute Ausgangslage gebracht. Erstmals seit dem zehnten Spieltag verließ die Elf die Abstiegsplätze. "Unser Sieg war hoch verdient, dabei haben wir aber auch viel Moral bewiesen", bilanzierte Müller. Schon im ersten Abschnitt hatte seine Elf etliche hochkarätige Torchancen, die aber durch Janek Ripplinger, Jan Mohm oder Lukasz Marcyniuk leider vergeben wurden. Es kam noch schlimmer: Nach torloser erster Hälfte legten die Gäste mit ihrem ersten Angriff einen Treffer vor (48.), der dann jedoch bei der Heimelf eine Trotzreaktion auslöste. Mit drei Treffern durch Marcyniuk (66.), Ripplinger (77.) und Sven Schwindling (90.) drehte sie den Spieß rum. "Wir haben es selbst in der Hand, müssen aber das letzte Spiel gewinnen", kennt der Trainer die Lage.

Aus der Liga verabschieden muss sich nach derzeitigem Stand der Dinge dagegen der FC Brotdorf. Durch das torlose Unentschieden zu Hause gegen den SV Losheim blieb der Rückstand zum rettenden Ufer (derzeit Platz zwölf) bei vier Punkten. Brotdorf hat nun nur noch eine Minimal-Chance: dass es weniger als die derzeitigen vier Absteiger gibt. Das ist abhängig von der Konstellation in den oberen Ligen und dem Ausgang des Relegationsspiels des Liga-Zweiten gegen den Zweiten der Verbandsliga Nordost.

Der Gäste-Elf aus Losheim reichte das Remis, um sich den Verbleib in der Verbandsliga zu sichern. Im Duell der Absteiger behielt die SG Noswendel/Wadern mit einem 4:3 beim SSV Saarlouis die Oberhand.