Britz fordert Debatte über Landkreise und Kommunalreform

In der Diskussion über eine Verwaltungsreform im Saarland will Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD ) eine Reduzierung der Landkreise nicht ausschließen. Eine Debatte über diese Frage sei wichtig, sagte Britz , die am Mittwoch eine Zwischenbilanz nach 10 Jahren als Verwaltungschefin zog.

Britz kritisierte, dass Saarbrücken im nächsten Jahr voraussichtlich 130 Millionen Euro an den Regionalverband zahlen müsse, bei dessen Haushalt aber nicht mitbestimmen dürfe. Die Oberbürgermeisterin forderte effizientere Verwaltungsstrukturen und eine engere Zusammenarbeit der Kommunen im Saarland. Angesichts der hohen Schulden der Landeshauptstadt müsse Geld aus dem "Fonds Deutsche Einheit" künftig auch ins Saarland und nach Saarbrücken fließen, um gleiche Lebensbedingungen in Deutschland zu schaffen. Saarbrücken habe seit der Wiedervereinigung 150 Millionen Euro in diesen Fonds gezahlt. "Darüber muss es eine Diskussion auf Bundesebene geben", sagte Charlotte Britz . Die Kommunen sollten außerdem bei den Altschulden entlastet werden. Die Oberbürgermeisterin betonte, die Zusammenarbeit mit der Landesregierung habe sich verbessert, seitdem die große Koalition regiert. Das gelte für Themen wie die Messe und das Ludwigsparkstadion.

Charlotte Britz ist bis zum Jahr 2019 gewählt. Sie könne sich eine erneute Kandidatur vorstellen, sagte sie, schloss aber auch nicht aus, bei der Landtagswahl 2017 als SPD-Spitzenkandidatin anzutreten. Das hänge von den Mehrheiten in der SPD ab.