Bildungsminister informierten sich am Lyzeum

Für Schulleiter Volker Staudt ist das Schengen-Lyzeum in Perl ein Katalysator für Beziehungen in der Großregion. Gäbe es also einen besseren Raum für ein Treffen eines saarländischen Bildungsministers mit seinem luxemburgischen Amtskollegen? Als Claude Meisch, der neue Minister in diesem Amt für das Großherzogtum, zum Wochenanfang dem Schengen-Lyzeum einen Besuch abstattete, um sich über die Konzepte und die Strukturen der Schule zu informieren und sich vor Ort sein eigenes Bild zu machen, nutzte Ulrich Commerçon, seit jüngstem Minister für Bildung und Kultur im Saarland, die Gelegenheit zu einem umfassenden Gedankenaustausch.

Es war das erste Zusammentreffen der beiden neuen Bildungsminister, für Claude Meisch zudem die erste Auslandsreise. "Das Schengen-Lyzeum ist ein einzigartiges Projekt," sagte der Luxemburger begeistert, "um dem europäischen Gedanken Rechnung zu tragen."

Ausdrücklich betonte Meisch, dass er froh sei, dass sein erster Schulbesuch als Minister ihn gerade ins Schengen-Lyzeum geführt habe. Ulrich Commerçon freute sich, seinen neuen Kollegen gerade hier kennen zu lernen.

"Das Schengen-Lyzeum ist das schönste Kind, dass Luxemburg und Deutschland gemeinsam haben", würdigte er das gemeinsame grenzüberschreitende Schulprojekt. Nach einem kurzen Rundgang, bei dem ein kleiner Gedankenaustausch mit Schülern und Schülerinnen des Schengen-Lyzeums nicht fehlen durfte, wurden neben schulinternen Fragen wie zum Beispiel der Organisation der Oberstufe und des berufsbildenden Zweiges auch Themenkomplexe zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich von Aus- und Weiterbildung sowie deren Ausbau erörtert. Weitere Diskussionspunkte waren Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Berufsbildung, die Kooperation in der Lehrer- und Schulleiterfortbildung sowie eine mögliche Zusammenarbeit der Lehrerfortbildungsinstitute.