Bietzenerin hilft mit bei Heilig-Rock-Tagen in Trier

220 Ehrenamtliche sind an den Heilig-Rock-Tagen in Trier im Einsatz. Sie arbeiten an Versorgungs- oder Infoständen und helfen überall dort, wo sie gebraucht werden. Mechthild Rausch aus Merzig-Bietzen ist eine von ihnen.

Mit einem Lächeln begrüßt Mechthild Rausch die Ehejubilare, denen an diesem Tag das Pontifikalamt im Dom gewidmet ist. "Ich stecke Ihnen das einfach mal direkt in die Tasche," sagt die Rentnerin aus Merzig-Bietzen zu einer Frau, die die Kirche mit Krücken betreten hat. Flink und doch behutsam schiebt sie ein Gebetsbild in die Jackentasche der Dame. Rausch ist eine von rund 220 ehrenamtlichen Helfern, die an den Heilig-Rock-Tagen in Trier im Einsatz sind.

Später steht die Rentnerin als Ansprechpartnerin für alle Interessierten im Informationszelt auf dem Hauptmarkt bereit. Sie trägt eine grüne Hose, ein weißes T-Shirt und einer Kunstlederjacke. Um ihren Hals baumelt ein rotes Schlüsselband mit einem Namensschild, das sie als Helferin kennzeichnet. Passend dazu hat sie ein ebenso rotes Halstuch umgebunden. Rausch beantwortet Fragen, verteilt Programme und gibt Tipps, was man an den Heilig-Rock-Tagen erleben kann.

Mit ihrer offenen und fröhlichen Art wird sie wohl auch in den nächsten Tagen noch auf viele Besucher der Heilig-Rock-Tage treffen: So arbeitet sie etwa einen Tag im Versorgungsteam und ist auch am Ende des Bistumsfests noch einmal im Besucherdienst tätig. Dass sie ehrenamtliche Helferin ist, sei doch nichts Besonderes, sagt Rausch, schließlich mache ihr die Arbeit Spaß. "Es gefällt mir, dass ich hier etwas tun kann. Man hat hier ganz neue Aufgaben", sagt die Saarländerin. "Und die Leute sind nett - was will ich denn mehr?"

Vor zwei Jahren, bei der Heilig-Rock-Wallfahrt, war sie zum ersten Mal als Helferin beteiligt. "Ich wollte immer gern etwas Ehrenamtliches machen, hatte aber früher nicht die Zeit dazu", erzählt sie. Als sie dann an einem Tag in Trier gewesen sei, habe sie ein großes Plakat gesehen: "Heilig-Rock-Helfer gesucht". Ohne groß nachzudenken habe sie sich dann direkt in eine Liste eingetragen.

Die Stimmung bei den Heilig-Rock-Tagen in diesem Jahr empfinde sie wieder als sehr gut und positiv, schildert sie. "Es ist auch sehr schön, was alles drum herum angeboten wird, zum Beispiel das Rock-Konzert am Sonntag". Sie habe auch gesehen, wie sich der Bischof nach dem Pontifikalamt mit Menschen auf dem Domfreihof unterhalten habe. Das habe ihr gefallen und sie gerührt. Und dass "die Kirche auf der Straße ist", sei besonders toll. Die Leute freuten sich, wenn sie mit ihr ins Gespräch kamen, sagt Rausch über ihre Begegnungen mit den Ehejubilaren an diesem Tag. "Besonders schön ist es, wenn die Leute mit ernstem Blick hereinkommen und dann lächeln, wenn man mit ihnen spricht", sagt die Saarländerin. Das sei das größte Dankeschön.

Die Heilig-Rock-Tage in Trier laufen noch bis einschließlich Sonntag, 4. Mai, mit umfangreichem Tagesprogramm. www.bistum-trier.de/heilig-rock-tage