Betrüger verschicken gefälschte Mails

Betrüger erfinden Bestellbestätigungen des Online-Versandhändlers Amazon. Ein SZ-Leser-Reporter reagierte richtig: Er ignorierte die Aufforderungen in der Betrugsmail. Amazon selbst stellt klar: Per Mail fragt das Unternehmen nie nach vertraulichen Daten.

Jürgen Jäger aus Saarbrücken hat kürzlich eine E-Mail erhalten, die vermeintlich vom Online-Versandhändler Amazon stammt. Angeblich seien dem Handelsriesen bei der Überprüfung seines Kundenkontos "ungewöhnliche Aktivitäten" im Bezug auf die von ihm hinterlegten Zahlungsbedingungen aufgefallen. Dem von dem Unternehmen "entwickelten System zur Erkennung von Betrugsversuchen" sei es nicht möglich gewesen, einen Bestellvorgang eindeutig dem Handeln des SZ-Leser-Reporters zuzuordnen, heißt es in der Nachricht. Deshalb solle er seine angezeigten Daten durch einen Klick auf einen Link in der E-Mail bestätigen. "Da ich aktuell keine Bestellung aufgegeben habe, gehe ich von einer Betrugsmail aus", steht für Jäger fest.

Amazon nehme den Datenschutz sehr ernst und fordere Kunden niemals auf, sensible Daten per E-Mail oder Telefon zu übermitteln, erklärt Sprecher Martin Steinlehner. Diese müssten von den Nutzern selbst unter der Rubrik "Mein Konto" auf der Webseite des Unternehmens eingetragen werden. "Die Daten werden sofort verschlüsselt auf einem gesonderten, nicht mit dem Internet verbundenen Rechner gespeichert", sagt Steinlehner. Selbst Mitarbeitern sei es daher nicht möglich, für Kunden Zahlungsdaten zu ändern oder einzusehen. Das Unternehmen rate dringend davon ab, auf E-Mails zu antworten, in denen die Empfänger dazu aufgefordert werden, persönliche Informationen oder Zahlungsdaten mitzuteilen oder zu bestätigen, unbekannte Anhänge zu öffnen oder einem Link in der E-Mail zu folgen. Denn Amazon versende keine Bestellbestätigungen oder unaufgeforderte Mitteilungen, die das Öffnen von unerwarteten Anhängen verlangen.

Steinlehner rät: Empfänger von verdächtigen E-Mails, die den Eindruck erwecken, von dem Unternehmen zu kommen, sollen diese - ohne sie zu öffnen - an folgende Adresse weiterleiten: stop-spoofing@amazon.com.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von SZ-Leser-Reporter Jürgen Jäger aus Saarbrücken . Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Telefon (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie eine E-Mail an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/

leserreporter.