Betrüger gaukeln Gewinne vor

Wer für das große Geld erst einmal selbst bezahlen soll, kann sicher sein: Da sind Betrüger am Werk. Doch allzu oft kommen sie mit diesem Trick ans Ziel. Die Polizei will weitere Opfer verhindern und mahnt zur Vorsicht.

Gewonnen? Von wegen. Gerade erst haben Betrüger einen 77-Jährigen aus der Region Saarbrücken mit einem fingierten Gewinnspiel um einen fünfstelligen Betrag gebracht. Deswegen warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche.

Abgesehen haben es die Täter vor allem auf alte Menschen. Ihnen versprechen sie in Briefen oder am Telefon hohe Gewinne. Voraussetzung: Wer sie haben will, muss erst einmal Steuern oder Gebühren bezahlen. Allein im Saarland fielen seit Oktober 2013 zehn Menschen auf dieses Betrugsmanöver herein. In 25 weiteren Fällen blieb es beim Versuch. Diese Menschen gingen den redegewandten Tätern nicht auf den Leim. Die Lüge vom "Gewinn", der erst mal etwas koste, verfing bei ihnen nicht.

Die Polizei weiß bislang Folgendes: Die schriftlichen Gewinnbenachrichtigungen erwecken oftmals den Anschein eines offiziellen Schreibens einer Rechtsanwaltskanzlei. Die Täter, die am Telefon Kontakt aufnehmen, geben sich als Polizei-, Bundes- oder Zollbeamte, Notare, Staatsanwälte oder Richter aus und machen den Angerufenen richtig Druck. Auf dem Telefondisplay erscheint die Rufnummer einer deutschen Stadt, tatsächlich kommen die Anrufe aber aus Callcentern in der Türkei. Das Geld wird in die Türkei überwiesen, einem Kurier bar übergeben oder per Post innerhalb Deutschlands versandt. Das Geld ist weg. Und einen Gewinn gibt's nie.

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StichwortTipps der Polizei gegen Gewinnspiel-Betrüger: Glauben Sie telefonischen oder schriftlichen Versprechen nie, wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen geknüpft ist. Bei seriösen Gewinnspielen müssen Sie kein Geld im Voraus überweisen. Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon oder durch das Schreiben einer angeblichen Anwaltskanzlei nicht unter Druck setzen. Mitarbeiter deutscher Strafverfolgungsbehörden würden Sie nie zu einer Überweisung nötigen. Notieren Sie sich Rufnummer und Namen des Anrufers. Geben Sie keine Bankdaten oder persönliche Daten am Telefon preis. Ändern Sie ihre Telefonnummer, wenn Sie bereits Opfer dieser Masche wurden. Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf oder ein Schreiben verdächtig vorkommt. red