Betörendes Miteinander von Cello und Klavier beim Meisterkonzert

Betörendes Miteinander von Cello und Klavier beim Meisterkonzert

Zum Auftakt der Sulzbacher Meisterkonzerte zeigte Uwe Brandt, Leiter der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal, sein Können am Piano. Sein Bruder, Cellist Klaus Dieter Brandt, überzeugte beim der Romantik gewidmeten Abend als Duopartner.

Vor zehn Jahren rief Uwe Brandt, Chef der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal, die "Sulzbacher Meisterkonzerte" ins Leben. Zur Eröffnung des Jahrgangs 2014 stieg der international aktive Pianist wieder selbst in der gut besuchten Aula aufs Podium. Duopartner unter dem Titel "Piancellissimo" war am Freitag sein jüngerer Bruder Klaus-Dieter Brandt (Cello). Der blickt bereits zurück auf eine Karriere mit zahlreichen CD-Einspielungen und weltweiten Konzerten in der Alten Musik, unter anderem als Solocellist des illustren Ensembles Musica Antiqua Köln. Spannung herrschte, welche Figur Klaus-Dieter Brandt bei seinem aktuellen Musizierschwerpunkt, dem 19. Jahrhundert, machen würde.

Nun, auch das kann er: Bei dem durch und durch romantischen Programm begeisterte Klaus-Dieter Brandt mit warmem und elastischem Celloton. Sein Klangspektrum reichte von kühlem, nahezu vibratolosem Spiel im bewölkten langsamen Satz von Richard Strauss' früher F-Dur-Sonate op. 6 über fein dosierten Cellogesang ("Zart und mit Ausdruck") bei Robert Schumanns Fantasiestücken op. 73 bis hin zum beherzten Strich, wenn die Noten des Mammutabends es verlangten. Lebendig und im Verlauf des Konzerts immer packender gestaltete sich das Miteinander. Bei der F-Dur-Sonate op. 99 von Johannes Brahms griffen Cellostimme und romantisches Klavierwogen kraftvoll ineinander, und Uwe Brandt nutzte die gebotenen pianistischen Freiräume, um klangmächtig und mit rhythmischem Zug in den Vordergrund zu treten.

Nach der intensiven Wiedergabe von Frédéric Chopins g-Moll-Sonate op. 65 zeigten sich Klaus-Dieter und Uwe Brandt kein bisschen müde und bedankten sich für die Ovationen des entzückten Auditoriums mit virtuosen Zu gaben.

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