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Beschäftigte des Landes wollen am Mittwoch die Arbeit niederlegen

Saarbrücken. Im Tarifstreit mit den Bundesländern rufen die Gewerkschaften im Saarland vor der vierten Verhandlungsrunde Ende März für kommenden Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind unter anderem Ministerien, Landesämter , Finanzämter, die Homburger Uniklinik, Autobahn- und Straßenmeistereien sowie Schulen. Daniel Kirch

Der Deutsche Beamtenbund (DBB), Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kündigten am Freitag zudem eine Kundgebung vor dem Innenministerium an.

Die Gewerkschaften fordern für die Tarifbeschäftigten der Länder 5,5 Prozent mehr Gehalt und für die angestellten Lehrer eine tarifvertraglich verbindliche Eingruppierung. Die Länder hätten auch in der dritten Verhandlungsrunde am 16. und 17. März kein Angebot gemacht und beharrten auf Kürzungen der betrieblichen Altersversorgung. "Für die Durchsetzung unserer Forderungen ist nun ein deutliches Signal an die Arbeitgeber notwendig", sagte Verdi-Geschäftsführer Thomas Müller . DBB-Landeschef Ewald Linn warf den Landesregierungen vor, einen niedrigen Tarifabschluss als "Blaupause für möglichst niedrige Erhöhungen im Beamtenbereich" anzustreben.