Beratungszentrum für die Kreativwirtschaft

Saarbrücken. Das Kulturzentrum am EuroBahnhof (KuBa) hat neben Ateliers und Galerie nun mit dem gerade eröffneten "kreativzentrum.saar" auch eine Beratungsstelle für die hiesige Kreativwirtschaft. Sie soll Kreative, ob Architekt, Werber, Designer oder Künstler auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und ihnen helfen, Netzwerke aufzubauen

Saarbrücken. Das Kulturzentrum am EuroBahnhof (KuBa) hat neben Ateliers und Galerie nun mit dem gerade eröffneten "kreativzentrum.saar" auch eine Beratungsstelle für die hiesige Kreativwirtschaft. Sie soll Kreative, ob Architekt, Werber, Designer oder Künstler auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und ihnen helfen, Netzwerke aufzubauen.2011 wurde der KuBa von der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes als "Bewegungsmelder" ausgezeichnet, erinnerte KuBa-Geschäftsführerin Michaela Kilper-Beer. Daher war der noch von der Vorgängerregierung gefasste Beschluss, ein Beratungszentrum für die Kreativwirtschaft aufzubauen, dafür rund 210 000 Euro bereitzustellen und es im KuBa anzusiedeln, "logisch und richtig, wir sind hier ein Impulsgeber für Kreative", sagte Michaela Kilper-Beer. Dass eine solche Stelle notwendig ist, hob Wirtschaftsminister Heiko Maas hervor, denn "mit dem Kreativzentrum schaffen wir gute Rahmenbedingungen" für einen "unterschätzten Wirtschaftszweig". Im Saarland arbeiten "8000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Kreativwirtschaft", sagte der Minister. Notwendig sei daher für ihn, mit dem "kreativzentrum.saar" einen "Dienstleister an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft" zu schaffen. Was zu tun ist, erklärte Norman Schulz vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes und als Berater zuständig für Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland in seinem Impulsvortrag: Kreative in die bestehenden Strukturen der Wirtschaftsförderung zu vermitteln, "den Unternehmer wachkitzeln im Kreativen" und vernetzen, denn "Kreative verfügen über nicht belastbare Netzwerke", bemerkte er, während in der gut gefüllten Kantine des KuBa die Kreativen bereits Kontakte knüpften, so dass beherzter Mikrofoneinsatz verlangt war. Für das Beraten und Vernetzen der Kreativszene im Saarland ist seit dem 1. August Tamay Zieske, Betriebswirtschaftler mit Schwerpunkt Kulturmanagement aus Offenburg zuständig, dem Michaela Kilper-Beer "ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von Kreativen" attestierte. Denn seine Aufgabe bestehe nun darin, erklärte er, "fach- und praxisbezogen zu beraten", ein "flächendeckendes Beratungsangebot im Saarland" anzubieten sowie im "Vernetzen der kleinteiligen Branche". Das sei "eines der wichtigsten Ziele, die wir uns vorgenommen haben". Denn mit ihm, so Zieske, werde "die saarländische Kreativwirtschaft zukünftig ein Gesicht haben".