Benefiz-Konzert soll jungen Talenten helfen

Am Samstag, 31. Januar, lädt das Et Arsis-Quartett um 16 Uhr zum Benefiz-Konzert in die Saar-Uni. Der Eintritt ist frei, aber eine Spendenbox steht bereit. Und was dort zusammenkommt, ist für junge Musiker in Bulgarien.

"Europäische Tradition und junge Talente" ist das Kammermusikfestival in der südbulgarischen Stadt Zagora überschrieben, das 2013 von Et Arsis ins Leben gerufen wurde und von dem Quartett künstlerisch betreut wird. Aus Zagora stammen die Zwillingsschwestern Velislava (Violine) und Hristina Taneva (Klavier). Mit Ainis Kasperavicius (Bratsche) aus Litauen und dem Spanier Diego Hernandez Suarez (Cello) hoben sie vor zehn Jahren an der Hochschule für Musik Saar (HfM) das Et Arsis-Piano-Quartett aus der Taufe.

Mit Konzerten und Wettbewerbserfolgen im In- und Ausland hat sich der Vierer aus Saarbrücken zu einer festen Größe der Klassiklandschaft gemausert. Dabei verloren die Mitglieder nicht die Sorgen und Nöte von Nachwuchsmusikern aus den Augen. "Wir wollten schon immer ein eigenes Festival haben", erzählt Velislava Taneva - mit Programmen auf höchstem Niveau und mit geschätzten Gästen. Der deutsche Markt freilich sei übersättigt: "Fast jedes Dorf hat eine eigene Kammermusik-Reihe. Nach dem Vorbild dieser deutschen Kammermusik-Tradition wollten wir nun etwas Eigenes machen - und haben in unsere Herkunftsländer und -Städte geschaut." Bulgarien schien das geeignete Terrain: "In Zagora gibt es fast gar nichts, nur ein Opernhaus und ein paar zufällige Konzerte."

Das von der Stadt organisatorisch unterstützte jährliche Festival von Et Arsis mit Konzerten, Meisterkursen und Stipendien sei nun das erste seiner Art in Bulgarien und ernte breite Resonanz im ganzen Land. Die Dozenten stünden "aus großer Überzeugung" honorarfrei zur Verfügung und unterrichteten Teilnehmer verschiedener Musikgymnasien und der Musikakademie in Sofia. Deren Hauptproblem seien die Kosten für Anreise und Unterbringung - hier sollen nun die Spenden des Saarbrücker Benefiztermins helfen. "Warum wir das alles machen? Ganz einfach, weil dieses Land eine sehr starke Tradition in der klassischen Musik hat und sehr viele talentierte Kinder", sagt Taneva, "doch viele haben keine 20 Euro für ein Busticket." Für alle sei das dreitägige Treffen "ein großes Geschenk und Erlebnis".

Neben dem Genuss der Konzerte erwarte sie intensiver Unterricht durch die Et Arsis-Musiker und den Gastkünstler Andreas Reiner, Primarius des Rosamunde Quartetts und Professor für Kammermusik an der Essener Folkwang-Hochschule. Zum Festivalfinale dürfen dann alle mit ihren Instrumenten aufs Podium.

Samstag, 31. Januar, 16 Uhr, Musiksaal (Gebäude C 5, 1) auf dem Uni-Campus, Eintritt frei, Spendenbox.