Belastungsprobe für Projekt Seibert

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga nun in der Oberliga punktgleich mit einem Abstiegsplatz: Nach Jahren des Erfolges steht Familie Seibert mit Saar 05 Saarbrücken vor einer Belastungsprobe. Der Vorsitzende Frank Seibert steht hinter dem Trainer-Duo Timon und Eric Seibert.

Wie es sich anfühlt, auf einem Abstiegsplatz zu stehen, wissen sie bei Saar 05 Saarbrücken erst wieder seit vergangener Saison. Der Abstieg aus der Fußball-Regionalliga steckt dem einen oder anderen wohl noch in den Knochen. Auch in der Oberliga läuft es für die ehemals erfolgsverwöhnten Saarbrücker nicht. Platz 15 mit nur zwei Siegen aus zehn Spielen. Saar 05 ist punktgleich mit dem FSV Jägersburg, der den ersten Abstiegsplatz belegt. An diesem Samstag will Saar 05 ab 14.30 Uhr in der Partie gegen den FSV Salmrohr den ersten Heimsieg der Saison einfahren.

"Wir haben im Moment ein paar Jungs in unseren Reihen, die ihre Leistung nicht auf den Platz kriegen", sagt Trainer Timon Seibert, der beim 1:0-Pokalerfolg bei Bezirksligist SF Bietzen-Harlingen am Dienstag krank fehlte. Nach sieben Jahren des Erfolges mit sechs Aufstiegen und dem Durchmarsch von der Kreis- bis in die Regionalliga musste sich Saar 05 vergangene Saison auf bittere Art an das Verlieren gewöhnen. Nur elf Punkte holte Saarbrücken aus 34 Spielen.

"Es kann sein, dass die Regionalliga nachwirkt. Man merkt schon, dass die Köpfe runtergehen, wenn man ein Gegentor kassiert", sagt der Saar-05-Vorsitzende Frank Seibert: "Es ist wichtig, dass wir nicht die Nerven verlieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir aus dem Loch wieder herauskommen."

Mit der Trainingsarbeit seiner Spieler ist Timon Seibert, der seit 2009 im Amt ist, zufrieden. In den Spielen hapert es. "Wir sind dabei, die richtige Mischung zu suchen. Die Jungs müssen sich aus der Situation rausbeißen. Das wird mit jedem Spiel, das man nicht gewinnt, schwerer. Aber die Qualität ist ja da. Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen hart arbeiten."

Das gilt auch für das Trainer- und Brüder-Duo Timon und Eric Seibert. "Wir müssen schauen, dass unsere Maßnahmen schnell greifen", erklärt Timon Seibert. Er ergänzt: "Wenn ich merken würde, dass die Mannschaft nicht mehr hinter uns steht, würde ich Konsequenzen ziehen. Im Moment stellt sich die Frage für mich nicht." Er ist überzeugt: "Wir schaffen das gemeinsam." Das glaubt auch sein Vater Frank Seibert: "Wenn wir sehen, dass die Trainer die Mannschaft nicht mehr erreichen würden, würde es mit Sicherheit eine Reaktion des Vorstandes geben. Da spielt es auch keine Rolle, dass es meine Söhne sind. Im Moment ist das aber nicht der Fall."