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Beim Wettbewerb „Jugend debattiert” liefern sich Schüler harte, aber sachliche Wortgefechte

Hannah Schambie (Warndt-Gymnasium) und Jens Richter (Ludwigsgymnasium) messen sich im Rede-Duell. Die Schüler mussten zu unterschiedlichen Themen Argumente austauschen.Foto: Becker&Bredel
Hannah Schambie (Warndt-Gymnasium) und Jens Richter (Ludwigsgymnasium) messen sich im Rede-Duell. Die Schüler mussten zu unterschiedlichen Themen Argumente austauschen.Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Geislautern/Saarbrücken. Über Themen wie Plastiktüte oder Impfpflicht haben Schüler beim Regionalentscheid ihre Debattier-Talente in Geislautern unter Beweis gestellt. Für die Sieger rückt das Finale in Saarbrücken näher. Nadja Spieldenner

"Die Debatte ist ein Gespräch, es soll sich ausgetauscht werden", sagt Christine Löffler vom Warndt-Gymnasium an die Juroren gewandt, bevor der Wettbewerb "Jugend debattiert 2015" los ging. Am Donnerstag fand der Wettbewerb auf Regionalebene am Warndt-Gymnasium statt. Schüler von insgesamt drei Schulen traten in Debatten gegeneinander an. Beteiligt neben dem Warndt-Gymnasium waren das Willi-Graf-Gymnasium und das Ludwigsgymnasium, beide aus Saarbrücken .

In schulisch gemischten vierköpfigen Teams, zwei auf der Pro- und zwei auf der Kontraseite, mussten sich die Schüler im Schlagabtausch messen. Unterteilt in zwei verschiedene Altersklassen traten Schüler der Sekundarstufe I (Klasse 8-9) und Schüler der Sekundarstufe II (Klassen 10-12) gegeneinander an.

"Sollen Plastiktüten in Deutschland verboten werden?" war Thema der ersten Debatte der Sekundarstufe II. Gekonnt und wortgewandt, wenn auch sichtlich nervös, standen sich die Schüler gegenüber. Papier und Stift auf dem Rednerpult, die Hände darüber verschränkt. Vor zehn Tage erfuhren alle Teilnehmer die Themen. Lediglich ihre Position innerhalb der Debatte, war bis Donnerstag ungewiss. Zahlen, Fakten, Hintergründe - die Debattierer warfen sich Argumente und Gegenargumente um die Ohren, blieben dabei jedoch immer sachlich, mit einem fairen Tonfall und einer gerechten Wortwahl.

Nur jeweils zwei Minuten für die Eröffnungsrede, insgesamt zwölf Minuten für die freie Aussprache unter allen Debattierern und jeweils eine Minute für die Schlussrede. Das sind die Zeiten, die für den Wettbewerb "Jugend debattiert" vorgesehen sind. Zeitnehmer läuten die Minuten mit einer Glocke ab, Überschreitungen kosten Punkte in der Endwertung. Die Juroren, Schüler , Lehrer, Studenten und ein Juradozent der Saar-Uni, bewerten die Leistungen der Teilnehmer. Weitere Themen der Stufe II waren etwa "Sollen Gigaliner auf deutschen Straßen erlaubt werden?" oder "Sollen Bundesjugendspiele an weiterführenden Schulen abgeschafft werden?"

In der Sekundarstufe I diskutierten die Teilnehmer über ein mögliches Umweltpfand auf Handys und über die Vor- und Nachteile einer Schulpartnerschaft. Als Sieger aus diesen Themen (Sek. II) gingen Johanna Weber vom Warndt-Gymnasium (Erste) und Jonas Westenburger vom Ludwigsgymnasium (Zweiter) hervor. Sie haben sich durch ihren Sieg für das Landesfinale beim Saarländischen Rundfunk am 26. März qualifiziert. Das Thema der Finalrunde der Sekundarstufe II, ebenfalls sehr aktuell, war "Soll in Deutschland eine Impfpflicht für Masern eingeführt werden?"

Hier konnten sich Hannah Schambil vom Warndt-Gymnasium (Erste) und Christopher Schneider vom Willi-Graf-Gymnasium (Zweiter) durchsetzen. Beide Schüler haben sich damit ebenfalls ins Landesfinale am 23. März in Saarbrücken debattiert.