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Beim Lernen klappt's mit den Nachbarn

St Wendel. Die weiterführenden Schulen im St. Wendeler Land sind über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus attraktiv. Das zeigen erneut die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr. 662 Kinder aus dem Landkreis verlassen die vierte Klasse, angemeldet an den Schulen haben sich aber schon 748 Viertklässler. Volker Fuchs

Das St. Wendeler Land ist Einwanderungsland. Zumindest, was die weiterführenden Schulen im Landkreis betrifft. Denn für diese melden sich seit Jahren deutlich mehr Kinder für die Eingangsklassen des fünften Schuljahres an, als die Grundschulen der Region verlassen. Aktuell haben sich für das kommende Schuljahr 748 Kinder in einer der weiterführenden Schulen angemeldet. Die Grundschulen verlassen werden 662 Viertklässler. Macht einen Netto-Zuzug von 86 Schülern. Besonders profitieren davon die Gemeinschaftsschulen in Freisen und Türkismühle mit Kindern aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz und Marpingen mit Kindern aus dem Landkreis Neunkirchen.

Zum ersten Mal wird nicht mehr in der Gemeinschaftsschule Namborn eingeschult. Diese läuft aus, der Schulbetrieb dort endet mit den Sommerferien 2015. Die Schülerzahl in der Gemeinschaftsschule Nonnweiler ist mit 38 Anmeldungen stabil. Hier können zwei Klassen gebildet werden. Damit ist eine wichtige Anforderung des Schulentwicklungsplanes des Landkreises erfüllt. Dieser sieht vor, dass Nonnweiler erhalten bleibt, solange dort zweizügig unterrichtet werden kann. Entspannt hat sich die Lage auch an der einzigen echten Ganztagsschule im Landkreis, der Gemeinschaftsschule St. Wendel. Hier haben sich 51 Kinder angemeldet, das sind mehr als doppelt so viele wie im letzten Schuljahr.

Die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen im Überblick:

Gemeinschaftsschule Freisen: 132 Kinder haben sich für die fünfte Klasse angemeldet, davon 41 aus Rheinland-Pfalz. Das sind 18 Anmeldungen mehr als im aktuellen Schuljahr. Die Kinder werden in fünf Klassen unterrichtet.

Gemeinschaftsschule Nonnweiler: 38 Anmeldungen für die fünfte Klasse liegen vor. Das sind genau so viele wie im Schuljahr 2013/2014. Zwei Klassen werden gebildet.

Gemeinschaftsschule St. Wendel: 51 Kinder wollen die Ganztagsschule besuchen. Das sind 24 mehr als im Schuljahr 2013/2014. Zwei Klassen werden eingerichtet. St. Wendel profitiert wohl auch vom Auslaufen der Gemeinschaftsschule Namborn. Beide Schulen stehen seit dem laufenden Schuljahr unter einer gemeinsamen Leitung.

Gemeinschaftsschule Theley: 63 Viertklässer sind hier angemeldet, das sind 18 weniger als im Schuljahr 2013/2014. Drei Eingangsklassen sind vorgesehen. Kurios hier: Zum ersten Mal wollte die Schule eine Ganztagsklasse einrichten. Für dieses neue Angebot hat sich kein einziges Kind angemeldet.

Gemeinschaftsschule Marpingen: 119 Kinder wollen die Schule besuchen, das sind 14 weniger als im vergangenen Jahr. Sie werden in fünf Klassen unterrichtet. Etwa ein Drittel der Kinder hier kommen nach Angaben des Schulamtes des Landkreises aus dem Nachbarkreis Neunkirchen.

Gemeinschaftsschule Türkismühle: Auch hier haben die Eltern 119 Kinder angemeldet, eines weniger als im laufenden Schuljahr. Fünf Eingangsklassen werden auch hier gebildet. 47 der Kinder kommen aus Rheinland-Pfalz.

Cusanus-Gymnasium St. Wendel: 79 Viertklässler wollen dieses Gymnasium besuchen, das sind drei mehr als 2013/2014. Davon haben sich 21 für die Ganztagsklasse angemeldet. Im Gegensatz zu Theley ist hier also eine Nachfrage vorhanden. Drei Eingangsklassen werden gebildet.

Gymnasium Wendalinum St. Wendel: Auch diese Schule verzeichnet 79 Anmeldungen. Das sind 10 weniger als letztes Jahr. Unterrichtet werden die Schüler in drei Klassen.

Die bisher aufgeführten weiterführenden Schulen stehen alle unter der Trägerschaft des Landkreises. Hinzu kommt noch das Arnold-Janssen-Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft. An dieser Schule haben sich 68 Kinder angemeldet, 20 weniger als im Schuljahr 2013/2014. Von diesen 68 haben sich 46 für den Ganztagsunterricht entschieden, der seit dem Sommer letzten Jahres zusätzlich angeboten wird.

Eine Sonderstellung nimmt die Freie Waldorfschule Saar-Hunsrück in Walhausen ein. Hier werden die Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse unterrichtet. Es gibt also keinen Schnitt beim Übergang von der 4. in die 5. Klasse.

Die Schule nimmt in den einzelnen Klassenstufen immer wieder Schüler auf, solange Platz ist. Für das erste Schuljahr haben sich aktuell 33 Kinder angemeldet.