Beim Horror-Circus ist sogar der Clown zum Gruseln

Saarbrücken. Bei diesem rothaarigen Clown gibt es nichts zu lachen. Mit seinen furchteinflößenden Zähnen scheint er einem Horror-Roman entsprungen. Statt Späße zu treiben, jagt er den Zirkusbesuchern lieber einen mächtigen Schrecken ein. Schließlich gehört er zum Horror-Circus, der Anfang August auf den Saarterrassen gastiert

Saarbrücken. Bei diesem rothaarigen Clown gibt es nichts zu lachen. Mit seinen furchteinflößenden Zähnen scheint er einem Horror-Roman entsprungen. Statt Späße zu treiben, jagt er den Zirkusbesuchern lieber einen mächtigen Schrecken ein. Schließlich gehört er zum Horror-Circus, der Anfang August auf den Saarterrassen gastiert. Der Kartenvorverkauf läuft, und die schaurigen Zirkusleute informierten am Freitag die Saarbrücker bei einer Pressekonferenz, was auf sie zukommt. "Sie werden bei uns keinen Artisten im Glitzer-Outfit entdecken", sagt Pressesprecher Gerd Hübner. Stattdessen schlüpfen die Akrobaten in düstere Verkleidungen. Marie schwebt als Exorzistin umher. Und Chris gibt den wahnsinnigen Maskenmann mit Kettensäge.Produzent Giovanni Raymond und die Artisten wollen das Gruseln auf dem Parkplatz beginnen und Schritt für Schritt steigern. Unmengen von künstlichen Spinnweben machen einen Großteil der Schauerkulisse aus. Die Akteure sind aus dem Zirkus Flic-Flac oder Supertalent-TV-Sendungen bekannt. Komiker ist der Brite "The Mighty Garett" mit schrägem Humor und einem Faible für Schwerter und Kreissägen. Regisseur Alex Damien, der mit dem Motorrad in die Donnerkugel fährt, sagt: "Den Zirkus kann man nicht neu erfinden, ein Salto bleibt immer ein Salto, das Todesrad immer ein Todesrad." Aber das Ambiente könne man verändern, und das habe der Horror-Circus voriges Jahr an Helloween bei seiner Premiere in Weil am Rhein getan. Die verrückte Horror-Show komme prima an, wie sich bei den Vorstellungen in Mainz gezeigt habe.

Die Akteure schminken sich selbst, "um sich in die Rolle hineinzusteigern", sagt Damien. Saarbrücken ist erst die dritte Station dieses speziellen Zirkus. Für Damien war es ein Herzenswunsch, an die Saar zu kommen. "Mit dem Zirkus Flic-Flac habe ich hier viel Zeit verbracht, die immer wunderschön war. Hier wird man als Zirkusmacher noch wertgeschätzt und nicht wie anderswo eher abwertend behandelt." Zurück zum Zirkusabend: Dieser endet keineswegs so gruselig, wie er begonnen hat. Schließlich sollen die Zuschauer ja entspannt und zufrieden in die Party mit den Akteuren gehen. "Sie ist ein fester und wichtiger Bestandteil unserer Vorstellungen", sagt Damien. al