Beifallswogen für Virginie Teychené

Mit Virginie Teychené hatte der künstlerische Leiter Wolfgang Krause einen Griff auf Nummer sicher getan: Die Französin und ihr Quartett beendeten am Donnerstag im U2Raum die kleine Reihe mit Jazzsängerinnen im Rahmen des Saarbrücker Jazzfestivals.

Wie bei ihrem ersten Besuch in Saarbrücken 2011, so bestach Teychené wieder durch makellose Technik und Perfektion: Ob englischsprachige Klassiker von Gershwin und Ellington, ob französisches Jazzchanson, Latin- oder Fado-Schwingungen - Teychené fand mit ihrem angenehm timbrierten und sonoren Organ die passenden Farbschattierungen. Bei virtuosen Scat-Einlagen konnte die brünette Diva ihren beachtlichen Stimmumfang und ihr pfiffiges Timing besonders gut in Szene setzen - und das alles mit so viel Souveränität und Mühelosigkeit, dass emotionale Aspekte des Vortrags häufig in den Hintergrund traten. Mit gewinnendem Lächeln entfachte die Sängerin freilich so viel kommunikative Spiellust im Verein mit ihren kompetenten Begleitern, dass es eine Freude war: Mit Stéphane Bernard (Piano), Gérard Maurin (Bass) und Jean-Pierre Arnaud (Drums) swingte und groovte sie sich in die Herzen der Zuhörer und erntete Beifallswogen.