Beeindruckende Blütenpracht trotz Wetterproblemen

Der Finkenrech, das Umwelt- und Freizeitzentrum des Landkreises Neunkirchen bei Dirmingen, bildete am Sonntag den angemessenen Rahmen für die Kreisrosenschau. Musik gab es gratis dazu.

"Wissen Sie, mit einer Rose ist es wie mit einer Frau, wenn man ihr viel Aufmerksamkeit schenkt, dann blüht sie auf und macht viel Freude", erklärte Wolfgang Meiser, Ehrenvorsitzender im Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege im Landkreis Neunkirchen . Meiser muss es wissen, seit mehr als 40 Jahren gilt seine Liebe der Königin der Blumen. Und er hat auch alle Auflagen der Kreisrosenschau, die am gestrigen Sonntag zum 44. Mal stattfand, besucht.

"Seit 43 Jahren sind wir mit unserem Verein der Gartenfreude Illingen dabei, im ersten Jahr übernahm die Teilnahme ein anderer Illingen Verein", erzählt er. Ihn, aber auch alle anderen Vorsitzenden der fünf teilnehmenden Vereine konnten die Besucher alles rund um das Thema Rosen fragen. Zu erzählen hatten sie viel, spielte das Wetter in diesem Jahr gerade für die edle Blume eine wichtige Rolle. "Es hat noch nie so ein Rosenjahr gegeben, erst keinen Schnee und kein Frost dann ein viel zu dunkles Frühjahr und schließlich viel zu wenig Regen in den vergangenen Wochen", fasst Meiser alle wetterbedingten Probleme für ein gelungenes Rosenwachstum zusammen.

"Ich kenne diese bange Frage, haben wir den auch genügend Rosen zur Kreisrosenschau?", erklärte Schirmherrin Cornelia Hoffmann-Bethscheider. Sie konnte die gelungene Ausstellung, denn trotz der Witterung konnten die Rosenfreunde aus Wemmetsweiler, Welschbach, Stennweiler, Hüttigweiler und Illingen noch genügend Rosen zusammentragen, um eine beeindruckende Farbenvielfalt zusammenzustellen, als Hausherrin erneut im Freizeitzentrum Finkenrech eröffnen.

Vor weiterem Regen bestens geschützt, wartete die Ausstellung, die erneut auch das Thema Brautmoden aufgriff, in den Schulungsräumen auf die zahlreichen Besucher. "Für mich ist es in jedem Jahr ein Erlebnis für Augen und Nase. Als einziger Rosenkreis wünsche ich den Vereinen, dass sie mehr Nachwuchs gewinnen können", sagte sie. Von "Bauchschmerzen", die in diesem Jahr die Rosenfreunde im Vorfeld zur Kreisrosenschau plagten, sprach auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Wolfgang Groß. "Doch ich kann ihnen versichern, alle ausgestellten Rosen heute sind aus unseren heimischen Rosengärten", betonte er. In die Kreisrosenschau hatten die Mitarbeiter der Tourismuszentrale im Landkreis Neunkirchen eine Vielzahl von Angeboten eingebettet, sodass sich die Gäste den ganzen Tag über bestens unterhalten konnten. Bei Regen wurden die Rosen bestaunt, in den Regenpausen lohnte ein Besuch auf den nahegelegenen Rosenmarkt oder in den liebevoll gestalteten Gärten auf Finkenrech.

Alle Musikliebhaber konnten zudem bei der Premiere der "Klingenden Gärten", die hoffentlich schon bald eine Wiederholung findet, auch noch einen Ohrenschmaus genießen.