Bartholomäus Koßmann kämpfte für die Saar

Der Rotary Club Saarbrücken spendete am Freitag vier Ergänzungsschilder im Wert von rund 2000 Euro für die Koßmannstraße in St. Arnual. Ziel sei es, kurz und knapp aufzuklären, wer Bartholomäus Koßmann eigentlich war.

Gerade die jüngere Generation könne mit dem Namen nichts anfangen, erklärt Kurt Engler vom Rotary Club. "Für uns als gemeinnützige Organisation ist es wichtig, die Identität der Saarländer zu fördern", sagt er. Koßmann war saarländischer Minister in der Regierungskommission des Völkerbundes, eines Vorläufers der heutigen Vereinten Nationen. Seine Aufgabe war es, gegenüber den anderen Kommissionsmitgliedern, unter denen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges dominierten, die Belange seiner Heimat zu vertreten. Koßmann setzte sich für arme Menschen ein, kämpfte für den Abzug der französischen Truppen, die Erhaltung der deutschen Schulen und gegen die Trennung der Region von den Bistümern Trier und Speyer. Laut Engler gehörte es zu seinen Aufgaben, Hitler über die Lage an der Saar zu berichten.

Hierbei hatte Koßmann sein beklemmendstes Erlebnis, als er versuchte, den Diktator auf die Nöte der Juden an der Saar hinzuweisen. Hitler antwortete mit einem Wutanfall.