Barbara Meyer-Gluche erhält Spitzenplatz

Naturschutzgebiete zu erhalten, bezahlbare Kita-Gebühren, das Grubenwasser, die Hochschulen und die Verkehrsströme sind für die Kandidaten der Grünen aus Saarbrücken die Hauptthemen im kommenden Wahlkampf.

Kämpferisch zeigten sich die Grünen-Kandidatinnen und -Kandidaten bei der Wahl zur Kreisliste Saarbrücken für die Landtagswahl im März. Kein Industriegebiet im Almet, keine automatische Kita-Gebührenerhöhung in Saarbrücken und der Anstieg des Grubenwassers sind für Barbara Meyer-Gluche die Hauptthemen im Wahlkampf : "Ohne uns, wüssten die Menschen nichts von den Giftstoffen unter Tage. Wir sind der Grund dafür, dass hingeschaut wird." Ihre energische Rede überzeugte die Delegierten. Mit 95,5 Prozent der Stimmen wurde sie auf Platz 1 der Liste gewählt. Platz 2 ging an Jèrôme Lange. Die Stärkung der Hochschulen im Land will er zu seinem Thema machen: "Gute, heimatnahe Hochschulen sind wichtiger als Dinos und eine Bimmelbahn auf der Alm." Bisher ist Lange politisch nicht so deutlich in Erscheinung getreten, vielleicht ein Grund dafür, dass sein Ergebnis mit 77,3 Prozent nicht ganz so stark ausfiel. Listenplatz 3 ging an Yvonne Brück. Ihr Einstieg in die Politik begann mit der Sperrung der Fechinger Talbrücke. Als Sprecherin der Anwohner organisierte sie Demonstrationen und eine Unterschriftenaktion. "Ich habe von den Grünen eine wahnsinnige Unterstützung erhalten. Jetzt will ich etwas zurückgeben", kündigte sie an. Ihr Hauptthemengebiet soll daher der Verkehr sein. Doch auch um Integration, um die Wiederbelebung alter Industriestandorte und um bezahlbaren Wohnraum will sie sich kümmern und damit für ihre Partei werben. Dafür erhielt sie 77,3 Prozent der Stimmen. Platz vier ging an Manfred Jost, der den Öffentlichen Nahverkehr in den Mittelpunkt rückte: "Hier hapert es an allen Ecken und Enden."Auch das Konzept einer Regionalstadt Saarbrücken brachte er wieder ein, dafür gab's immerhin 90,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der 5. Listenplatz ging schließlich mit 95,5 Prozent an Saskia Both. Die Lebensmittelchemikerin will sich für den Verbraucherschutz im Saarland stark machen.