Autoräuber zündet seine Beute an

Saarbrücken. Ein Opfer in Todesangst, Polizisten im Stress, die Beute nach einer nervenzerfetzenden Fahrt ein Raub der Flammen.

Saarbrücken. Ein Opfer in Todesangst, Polizisten im Stress, die Beute nach einer nervenzerfetzenden Fahrt ein Raub der Flammen: Die spektakulärste Verfolgungsjagd seit Jahren durch Saarbrücken wird Polizei und Justiz noch eine ganze Weile beschäftigen. Die Polizei rekonstruierte folgenden Ablauf: Es ist Ostersonntag gegen 19 Uhr. Die Mitarbeiterin einer Tankstelle in der Metzer Straße ruft die Inspektion Alt-Saarbrücken an.Sie sagt, gerade habe jemand einem Kunden den Wagen, einen roten Peugeot 1007, geraubt. Der Verbrecher hat einem Autofahrer den Wagenschlüssel entrissen. Der Beraubte will den Angreifer festhalten, doch der stößt ihn aus dem Auto. Das Opfer rutscht meterweit, bis es verletzt liegen bleibt. Gegen 19.15 kommt die Nachricht, ein roter Peugeot habe im Bereich Ursulinenstraße/Dudweilerstraße mindestens eine Parkplatzschranke durchbrochen. Um 19.18 Uhr geht im Polizeilagezentrum der Notruf ein, in der Scheidter Straße von Dudweiler brenne ein Pkw lichterloh.

Gleichzeitig sagt ein weiterer Anrufer, dass ein roter Peugeot nach einem Unfall "In der Wagenlück" davongefahren sei.

Polizisten aus Sulzbach finden den gestohlenen Peugeot tatsächlich brennend in Dudweiler. Aber noch ist der Täter auf der Flucht. Einen Verdächtigen (28) aus Stiring-Wendel finden Bundespolizisten schließlich in der Nähe des Autobrandes. Um der Festnahme zu entgehen, will der Mann mit seinem Gürtel und dessen schwerer Schnalle zuschlagen. Die Polizisten entgehen den Schlägen und überwältigen den Verbrecher schließlich. Wie sich herausstellt, hat er jede Menge Alkohol oder andere Drogen genommen. Er ist in Frankreich bereits polizeibekannt. mak/red