Ausstellung von Freiburger Bildhauern im Künstlerhaus

Man stelle sich vor, dass Saarbrücker E-Werk wäre nicht nur eine Veranstaltungshalle, sondern auch ein Ort, an dem bildende Künstler, die freie Theaterszene, Tanzkompanien sowie Musiker arbeiten und proben. So etwas Ähnliches ist das E-Werk, ein ehemaliges Elektrizitätswerk der Gründerzeit in Freiburg. Zu einem Ort der Künste wurde es Ende der 1980er Jahre, fast zur gleichen Zeit, als sich in Saarbrücken das Saarländische Künstlerhaus gründete. Bisher gab es zwischen den beiden keine Kontakte. Das ändert sich jetzt. Freiburger bildende Künstler stellen ab heute Abend im Künstlerhaus aus, gleichzeitig präsentieren saarländische Künstler ab 8. Oktober ihre Werke in Freiburg. Die Initiative ging von den Freiburgern aus, sie pflegen seit 2004 einen Austausch mit Gästen in einer Reihe "Künstler laden Künstler ein", berichtet Sandra Elsner, Geschäftsführerin des Künstlerhauses. Die Saarbrücker wählten vor allem Bildhauer aus, die Freiburger interessierten sich verstärkt für Medien-Künstler. "Weil es bei uns nicht so viele Bildhauer gibt, ist das besonders spannend", erläutert Elsner. Dass im Künstlerhaus "nur" acht Künstler aus dem Breisgau zu sehen sind, während 13 saarländische Vertreter ins E-Werk gehen, hat nicht mit mangelnder Qualität zu tun. "Bildhauer brauchen viel Platz", erklärt Elsner. Die Ausstellung "Transposition" war auch im praktischen Sinne eine Herausforderung. Man habe nicht nur die Ausstellung und die Unterkunft für die Gäste organisieren müssen, sondern auch den Lkw-Transport zum Partner.

Eröffnung: heute Mittwoch, 19 Uhr, im Künstlerhaus