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| 19:36 Uhr

Aufzüge in Gebäude der Saar-Uni streiken – Für neue fehlt das Geld

Saarbrücken. In einem fünfstöckigen Gebäude der Universität fielen in der vorigen Woche beide Aufzüge aus – ein Beispiel für den jahrelangen Sanierungsstau auf dem Campus. Ein Gasthörer ist empört. Daniel Kirch

Auf dem Saarbrücker Campus der Saar-Universität sind auch die Aufzüge mittlerweile ein Politikum, jedenfalls die beiden im Gebäude A4.2. So sieht es Dieter Koepke, seit vier Semestern Gasthörer. In jenem fünfstöckigen Gebäude standen in der vergangenen Woche zeitweise beide Aufzüge still, kaputt. Zunächst fielen beide Anlagen kurz nacheinander aus. Als die Wartungsfirma den einen Aufzug wieder zum Laufen gebracht hatte, fiel er am nächsten Tag erneut aus. Mittlerweile funktioniert er wieder, an dem anderen wird noch gearbeitet. "Ein außerordentlich deutliches Symptom für die andauernde Spar-Malaise", sagt Koepke. Er sei in einem der Aufzüge gefangen gewesen und habe den Notschalter betätigen müssen.

Die Aufzüge sind 40 Jahre alt. Eigentlich wäre es langsam an der Zeit, neue einzubauen, gerade weil sie ob ihres hohen Alters so störanfällig sind. Aber neue Aufzüge könne sich die Uni eigentlich nicht leisten, sagt Uni-Sprecher Thorsten Mohr. Sie will nun, wie Mohr sagt, aber dennoch prüfen, ob eine Modernisierung der Anlage möglich ist.

Der Sanierungsstau an der Uni wird auf 300 bis 400 Millionen Euro geschätzt. Ein neuer Aufzug würde laut Mohr rund 100 000 Euro kosten. Weil kein Geld für grundlegende Sanierungen da ist, wird so lange mit alten Anlagen improvisiert und daran herumgedoktert, bis gar nichts mehr geht. Hinzu kommt: Wird ein neuer Aufzug eingebaut, müsste bei dieser Gelegenheit auch das Brandschutzkonzept aktualisiert werden - auch das würde Geld kosten.

Koepke sagt, der Verweis auf den Sanierungsstau reiche ihm nicht aus. Die Instandsetzung nicht funktionierender Aufzüge sei "eine unabweisbare Reparatur eines Teils der jahrelang vernachlässigten Infrastruktur, keine ‚Investition‘". Die Uni erläutert: Der Sanierungsstau von einigen hundert Millionen Euro komme gerade aus vielen kleinen Dingen wie den alten Aufzügen zustande.