Auf dem Weg ins Berufsleben

Der Berufsinformationstag an der Gemeinschaftsschule Homburg II in Erbach stieß auf großes Interesse: In 40 Workshops stellten die 20 beteiligten Unternehmen den Acht- bis Zehntklässlern sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor.

In Zeiten eines immer größer werdenden Fachkräftemangels werben Firmen jetzt noch intensiver um Nachwuchs. Im Rahmen eines Berufsinformationstages an der Gemeinschaftsschule Homburg II nutzten 20 Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, Jugendliche in verschiedenen Berufsbereichen über mögliche Berufsfelder und qualitativ gute Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

In Zusammenarbeit mit Alwis (Arbeitsleben, Wirtschaft, Schule) stellten die Betriebe und Institutionen den annähernd 130 Schülerinnen und Schülern aus den achten bis zehnten Klassen in 40 Workshops sich und ihre Ausbildungsberufe vor. Das breit gefächerte Spektrum der Berufe reichte vom Handwerk und Industrieberuf über Dienstleister, Verwaltung bis hin zu Gesundheitsberufen und weiteren möglichen Schulwegen. Die Schüler konnten sich vier Stationen aussuchen und hatten Gelegenheit, Informationen von kompetenten Referenten aus erster Hand über den künftigen Start ins Berufsleben zu bekommen.

"Wir führen den Berufsinformationstag schon zum siebten Mal durch", erklärte der stellvertretende Schulleiter Bernd Jähn. Im Rahmen der vertieften Berufsorientierung sei man "angehalten, unsere Schüler über mögliche Berufsfelder zu informieren", ergänzte Schulleiter Sabine Bleyer. Ziel der Veranstaltung sei es, für Jugendliche unterschiedliche Berufsgruppierungen zu finden, die die Schüler frühzeitig hinsichtlich einer späteren Berufswahl kompetent beraten und ihnen eine wichtige Entscheidungshilfe für eine Ausbildung anzubieten, Angeboten würden jeweils Ausbildungsmöglichkeiten, "die für unsere Schulabgänger infrage kommen oder nach dem Abschluss einer weiterführenden Schule interessant sein können", so Jähn.

Der Tag sei unter dem Vorzeichen der Berufsorientierung "ein wichtiger Baustein auf dem Weg unserer Schülerinnen und Schüler in die Berufs- und Arbeitswelt", verwies Bleyer auf die nachhaltige und kontinuierliche Begleitung der Schüler in das Berufsleben mit Hilfe des Berufsorientierungskonzeptes. Die Jugendlichen hätten nicht nur Gelegenheit, wichtige Infos zu bekommen, sondern schon frühzeitig Kontakte zu Firmen zu knüpfen, so die Schulleiterin. Organisiert wurde der Berufsinformationstag von der Alwis-Agentur, die die Kontakte zwischen Unternehmen und Schulen herstellt: Neben reinen Informationen kam auch die Praxis nicht zu kurz; unter anderem bereitete ein Bewerbertraining die Schüler auf Fragen bei Tests und Vorstellungsgesprächen vor.

Julian Schreiber fand vor allem die Berufsbilder eines Physiotherapeuten oder eines Erziehers "sehr interessant". Da er "sozial angehaucht" sei, interessiere er sich für Berufe, die mit Menschen und vor allem mit Jugendlichen zu hätten, so der Neuntklässler. "Voll interessant", fand auch Fulya Kayadelen einen Beruf im Gesundheitswesen.