Auch Helfer brauchen mal Geld

Wer Hilfe zur Betreuung braucht, seine eigenen Angelegenheiten regeln will oder einen anderen Menschen betreut, braucht oft die Hilfe von Betreuungsvereinen. Deren Arbeit fördert der Regionalverband.

Mit insgesamt knapp 91 000 Euro fördert der Regionalverband Saarbrücken in diesem Jahr die drei anerkannten Betreuungsvereine in der Region. Das hat der Regionalverbandsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Betreuungsvereine werden vom Land und dem Regionalverband zu je 40 Prozent gefördert. Die Mitglieder der Betreuungsvereine engagieren sich ehrenamtlich als Betreuer von Familienangehörigen und anderer Personen, für die das Vormundschaftsgericht eine Betreuerin oder einen Betreuer bestellt. Die Zuwendungen sollen den Betreuungsvereinen vor allem ermöglichen, sich mit Hilfe hauptamtlicher Fachkräfte um die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter zu bemühen, diese in ihre Aufgaben einzuführen, sie zu beaufsichtigen, fortzubilden und zu beraten.

Während einer Betreuung tauchen für die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer häufig Fragen auf wie: Wo kann ich welche Sozialleistung beantragen? Wie findet man einen geeigneten Pflegedienst? Viele Menschen möchten auch rechtzeitig Regelungen treffen und sich über Vollmachten und Betreuungsverfügungen informieren. Neben den Betreuungsvereinen informiert auch die Betreuungsbehörde des Regionalverbands Saarbrücken über all diese Fragen.

Die genehmigten Zuschüsse verteilen sich wie folgt: 42 960 Euro erhält die Fördergemeinschaft katholischer Betreuungsvereine im Regionalverband Saarbrücken e.V., 29 520 Euro bekommt der Betreuungsverein Saarbrücken und Saar e.V. im Diakonischen Werk Saarbrücken und der proMensch Betreuungsverein Saarland e.V. wird mit 18 317 Euro unterstützt.

Wie Regionalverbandsdirektor Peter Gillo betonte, nehmen die Betreuungsvereine eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr: "Jeder Mensch kann in eine Situation geraten, in der er seine Angelegenheiten nicht mehr regeln kann, sei es aufgrund von Unfall, Krankheit oder Alter. Zum Glück gibt es sozial engagierte Betreuerinnen und Betreuer, die diese Menschen unterstützen und sie rechtlich vertreten".