ATSV voller Hoffnung

Die Mädels des ATSV Saarbrücken sind am vergangenen Wochenende an einem Doppelspieltag dem Klassenverbleib ein gutes Stück näher gekommen. Das lag unter anderem an einem guten Essen.

Die Damen des Tischtennis-Zweitligisten ATSV Saarbrücken haben im Kampf um den Klassenverbleib einen großen Schritt nach vorne gemacht. Zwar verlor der ATSV am Samstag sein Heimspiel gegen den Tabellenfünften ESV Weil vor 50 Zuschauern in der Moltkehalle mit 3:6. Doch am Sonntag gelang den Saarbrückerinnen mit einem 6:2-Auswärtssieg beim Vierten DJK Offenburg der Befreiungsschlag.

"Der Sieg in Offenburg war extrem wichtig. Unsere Chancen auf den Nichtabstieg haben sich erheblich verbessert", sagt ATSV-Abteilungsleiter Wolfgang Scholer. Er ergänzt: "Besonders wichtig ist, dass wir nun alles in der eigenen Hand haben." Erreicht der ATSV in einem seiner nächsten beiden Spiele gegen den TuS Uentrop (16. April) oder den TSV Langstadt (17. April) mindestens ein Unentschieden, ist der Abstieg fast ausgeschlossen. Sofern das Schlusslicht TTV Kleve in seinem letzten Saisonspiel beim Zweiten TTK Anröchte verliert, könnte sich Saarbrücken sogar zwei Niederlagen leisten. Von dieser komfortablen Ausgangssituation war der ATSV am Samstag aber noch weit entfernt. Durch die Heimniederlage gegen Weil waren die Saarbrückerinnen vorübergehend auf den letzten Tabellenplatz gerutscht. Manca Fajmut und Tessy Gonderinger hatten zwar zum Auftakt eines der beiden Doppel gewonnen. Doch ansonsten lief bei Saarbrücken wenig zusammen. Abgesehen von Fajmut und Ann-Kathrin Herges, die beide noch eine Einzelpartie für sich entschieden, kassierten die Saarbrückerinnen ausschließlich Niederlagen. "Wir waren auf einmal Letzter. Die Stimmung war bedrückt. Wir sind dann gemeinsam Essen gegangen, haben das Spiel aufgearbeitet und über die Ziele für die nächsten Partien gesprochen", so Scholer.

Der Teamabend schien Früchte getragen zu haben. Denn einen Tag später lief für den ATSV im badischen Offenburg fast alles wie am Schnürchen. Zwar mussten sich Herges und Theresa Adams dem Offenburger Doppel Theresa Lehmann und Melanie Hug trotz mehrerer Matchbälle in fünf Sätzen geschlagen geben. Doch danach eilte Saarbrücken von Sieg zu Sieg. Fajmut und Gonderinger gewannen das zweite Doppel gegen Tetyana Maksimenko und Petra Heuberger in vier Sätzen. Im Anschluss siegten Herges gegen Lehmann (3:1) und Adams gegen Hug (3:0) deutlich. Gonderinger schlug überraschend die Offenburger Nummer eins Maksimenko in vier Sätzen und Fajmut machte mit Heuberger kurzen Prozess (11:9, 11:3, 11:6). Fajmut verlor zwar im Anschluss ihr Einzel gegen Maksimenko nach fünf hart umkämpften Sätzen, doch Gonderinger beseitigte mit einem 3:1 Sieg über Heuberger die letzten Zweifel am Saarbrücker Sieg. "Unsere Ausgangslage ist gut, aber die letzten Partien müssen erst noch gespielt werden", warnt Scholer.