| 00:00 Uhr

Architekten-Duo erhält Schlomo-Rülf-Medaille

Herbert Jochum (von links) verleiht Andrea Wandel und Wolfgang Lorch die Rülf-Medaille. Foto: becker&bredel
Herbert Jochum (von links) verleiht Andrea Wandel und Wolfgang Lorch die Rülf-Medaille. Foto: becker&bredel FOTO: becker&bredel
Saarbrücken. Zwei Architekten aus Saarbrücken sind von der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes geehrt worden. Vor allem ihre Arbeit an einem jüdischen Gotteshaus in Dresden brachte ihnen große Anerkennung. Frank Bredel

Die Schlomo-Rülf-Medaille würdigt 2015 zwei Saarbrücker Architekten: Die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes zeichnete in einem Festakt am Sonntag im Saarbrücker Rathaus Andrea Wandel und Wolfgang Lorch aus. Insbesondere die Arbeit an der Dresdner Synagoge wurde von Laudator Herbert Jochum gewürdigt: "Die Bauherren in Dresden hatten 1997 einen Wettbewerb ausgelobt und entschieden sich überraschend für die Drittplatzierten aus Saarbrücken . Immerhin gingen so berühmte Architekten wie Zvi Hecker, der sich als Synagogen-Architekt bereits einen Namen gemacht hatte, und auch Daniel Libeskind , den alle mit dem Jüdischen Museum in Berlin verbinden, leer aus", sagte Jochum. "Die am 9. November 2001 eingeweihte neue Synagoge mit Gemeindezentrum und Gemeindeverwaltung, einem Gemeindesaal, Unterrichtsräumen, einer Wochentagssynagoge, einer koscheren Küche sowie einem öffentlich zugänglichen Café haben unsere Architekten weltberühmt gemacht".

Jochum zählte einen Katalog weiterer Werke auf und eine lange Liste an Preisen, die den Saarbrücker Architekten bereits verliehen wurde. "Wir sind voller Bewunderung, wie es Ihnen überzeugend gelingt, erinnerte Geschichte und jüdisches Selbstverständnis in ihrer einfühlsamen und intelligenten Architektur zum sinnlich wahrnehmbaren Ausdruck zu bringen", sagte er und überreichte im Festsaal die Medaille.

Die Auszeichnung wird jährlich an Personen, Institutionen oder Initiativen vergeben, welche sich um die Verständigung zwischen Juden und Christen verdient gemacht haben.