| 08:23 Uhr

Staatsanwaltschaft
Anklage gegen Rocker-Päsidenten von „La Familia"

Bereits im Juni 2017 hatte die Polizei eine Razzia in Räumlichkeiten der Rockergruppe „La Familia“ im  ganzen Saarland durchgeführt. Im Bild: das Clublokal in Saarbrücken-Burbach.
Bereits im Juni 2017 hatte die Polizei eine Razzia in Räumlichkeiten der Rockergruppe „La Familia“ im ganzen Saarland durchgeführt. Im Bild: das Clublokal in Saarbrücken-Burbach. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Wegen des bandenmäßigen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 40 Fällen hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage gegen den Präsidenten, W., der rockerähnlichen Gruppierung „La Familia" erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen den Präsidenten, W., der rockerähnlichen Gruppierung „La Familia" erhoben. Dem 49-jährigen Deutschen wird bandenmäßiges unerlaubtes Handeln mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 40 Fällen vorgeworfen. Das teilte die Behörde heute Morgen (20. Oktober 2017) mit.



Außerdem sind ein 36-Jähriger, von dem W. die Drogen gekauft haben soll, und ein 25-Jähriger, der als Drogenkurier gearbeitet haben soll, angeklagt. Beide seien keine Mitglieder von „La Familia". Ihnen wird der gewerbsmäßige unerlaubte Handel mit Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen in 125 Fällen bzw. die Beihilfe dazu in 95 Fällen vorgeworfen. Der 36-Jährige soll insgesamt mit mehr als 30 Kilogramm Haschisch gehandelt haben.

Die Staatsanwaltschaft beschreibt „La Familia" in ihrer Mitteilung als Zusammenschluss mehrerer Personen, die den „Hells Angels" nahe stehen und unter dem Deckmantel eines Motorradclubs Straftaten wie Drogenhandel begehen. W. soll als Kopf der Gruppe die Drogenbeschaffung organisiert und die Weitergabe der Drogen an die Clubmitglieder dirigiert haben.

Im Zeitraum zwischen Juli 2016 und April 2017 soll „La Familia" mit mindestens 20 Kilogramm Haschisch gehandelt haben.

W. ist schon wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestraft und hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Er befindet sich seit Juli 2017 in Untersuchungshaft. Auch der 36-Jährige, der seit August 2017 im Knast sitzt, hat bisher noch keine Aussage gemacht.

Der Kurier hat die Taten gestanden.