Angriffslustiges Wolfsrudel

Der SV Wolfersweiler will es wissen. Der Tabellen-Zweite der Fußball-Bezirksliga St. Wendel möchte im Saison-Endspurt unbedingt noch an Spitzenreiter VfL Primstal II vorbeiziehen und als Meister in die Landesliga zurückkehren.

Der SV Wolfersweiler ist heiß auf den Endspurt in der Fußball-Bezirksliga St. Wendel. "Wir wollen unbedingt als Meister in die Landesliga aufsteigen", sagt Jörn Herz vom Spielausschuss des SVW vor dem Spitzenspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den Tabellen-Vierten SG Neunkirchen-Selbach. Auf den Umweg über die Relegation will sich in Wolfersweiler niemand verlassen.

Am ersten Spieltag nach der Winterpause erklomm seine Elf schon einmal kurzzeitig die Tabellenspitze - da verlor Ligaprimus VfL Primstal II mit 1:2 bei Neunkirchen-Nahe. Doch nur eine Woche später waren die "Wölfe" die Spitzenposition durch eine überraschende 1:2-Niederlage gegen den SV Hofeld wieder los. "Das hatte nichts mit Fußball zu tun", ärgert sich Herz immer noch über diese Pleite.

Doch Wolfersweiler erholte sich schnell, feierte danach drei Siege in Serie und liegt so weiterhin nur einen Punkt hinter der Primstaler Saarlandliga-Reserve - und damit in direkter Schlagdistanz. So ist für Dramatik gesorgt, denn am drittletzten Spieltag kommt es in Wolfersweiler zum direkten Duell der beiden Führenden. Der Meister steigt am Saisonende direkt in die Landesliga auf, der Zweite muss in eine Relegation mit den Zweiten der Bezirksliga Neunkirchen und der Bezirksliga Homburg. Das wären momentan der SC Wemmetsweiler und der SC Blieskastel-Lautzkirchen. Diese drei Teams ermitteln dann einen weiterer Aufsteiger in die Landesliga Nord.

Aus der stieg Wolfersweiler in der Vorsaison ab. "Danach haben uns einige Leistungsträger verlassen. Deshalb ist es schon überraschend, dass wir so weit vorne dabei sind", freut sich Herz.

Ob die Rückkehr nun gelingt oder nicht - fest steht: Der SVW wird in der kommenden Runde eine Spielgemeinschaft mit dem SV Gimbweiler eingehen (wir berichteten). Die wurde vom Saarländischen Fußballverband (SFV) nun auch offiziell genehmigt. "Die Sache ist durch", bestätigt der Verbandsspielausschuss-Vorsitzende des SFV, Adalbert Strauß. Er selbst hatte sich dafür stark gemacht, denn zunächst wollte der Südwestdeutschen Fußballverband diese Spielgemeinschaft nicht genehmigen.