Angeklagter bestreitet nach Messerangriff Ausländer-Hass

. Der Messerangriff auf zwei Saarländer mit ausländischen Wurzeln am Saarbrücker Ludwigskreisel in der Nacht des 3. April 2016 geschah nicht aus Ausländerhass - das hat der wegen versuchten Mordes angeklagte Mann zum Prozessauftakt vor dem Landgericht betont.

Ob jemand Ausländer sei, spiele für ihn keine Rolle, sagte der 26-Jährige, dessen Mutter aus Südamerika stammt. Er habe damals nur deshalb eine NPD-Broschüre im Rucksack gehabt, weil er die in der Stadt bekommen habe. Der Mann litt wohl unter Wahnvorstellungen, als er von hinten auf die Brüder zulief und mit einem Klappmesser angriff. Die Männer konnten ausweichen und den 26-Jährigen überwältigen. Der kam danach in die forensische Psychiatrie - zunächst vorläufig.