Angebotswechsel im Völklinger „Residenz“-Kino

Seit Februar 2013 werden im traditionsreichen Völklinger „Residenz“-Kino keine Filme mehr gezeigt. Sondern Antiquitäten und Möbel. Jetzt gibt es einen Sortiments-Wechsel. Und vielleicht bald wieder Vorstellungen?

. Im Völklinger "Residenz"-Kino in der Karl-Janssen-Straße tut sich wieder etwas - wenn auch nicht im Kerngeschäft, der Vorführung von Filmen. Zuletzt hatte das traditionsreiche Lichtspielhaus von Dezember 2012 bis Februar 2013 einen Pächter. Der gab aber trotz relativ guter Besucherzahlen rasch wieder auf, weil er die hohen Energiekosten des Gebäudes nicht erwirtschaften konnte.

Wie Hauseigentümer Günther Theis unserer Zeitung sagte, werde das im Erdgeschoss an der Ecke Hofstattstraße betriebene Geschäft für gebrauchte Haushaltwaren und Glaswaren schließen, und zwar Ende des Monats April. Grund: Die Inhaberin sei kürzlich verstorben. Derzeit kämen die Menschen vorbei und holten ihre auf Kommission feilgebotenen Sachen wieder ab.

Die in der ehemaligen Kassenvorhalle des Kinos ansässige Gebrauchtmöbelausstellung bleibe aber erhalten und ziehe in das frei gewordene Ladenlokal an der Ecke um. Die Inhaberin sei eine Frau aus Völklingen, die schöne restaurierte Stilmöbel anbiete.

Das dieser Tage in Völklingen umgehende Gerücht, wonach das riesige Gebäude vor einem kompletten Verkauf stehe, stimmt nach Worten des Kino-Pioniers Theis nicht. Es gebe kein konkretes Interesse, versichert er. Andererseits hat Günther Theis noch lange nicht die Hoffnung auf einen neuen Kinobetreiber aufgegeben, der das Geschäft erneut aufnimmt. Das Kino mit heute insgesamt vier Sälen mit maximal 160 Plätzen war 1957 von Sebastian Theis eröffnet worden. Ab 1964 führten sein Sohn Günter Theis und seine Frau Inge das "Residenz". Ab 1974 wurde es von Pächtern betrieben.