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Alte Freunde feiern Fußballfest

Die Satanischen Fersen (in rot-weißen Trikots) machten beim Voyeur-Cup am Waldhaus mächtig Druck auf das Tor der Ponderosa. Foto: Becker&Bredel
Die Satanischen Fersen (in rot-weißen Trikots) machten beim Voyeur-Cup am Waldhaus mächtig Druck auf das Tor der Ponderosa. Foto: Becker&Bredel
Saarbrücken. "Tanz den Voyeur-Cup" hallte die Stimme von Chris Wroblewski am Samstag immer wieder über den Fußballplatz am Waldhaus. Die Hobby-Kicker taten ihm den Gefallen und lieferten sich packende Spiele. Der 25. Voyeur-Cup war ein Turnier mit Hindernissen Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Saarbrücken. "Tanz den Voyeur-Cup" hallte die Stimme von Chris Wroblewski am Samstag immer wieder über den Fußballplatz am Waldhaus. Die Hobby-Kicker taten ihm den Gefallen und lieferten sich packende Spiele.Der 25. Voyeur-Cup war ein Turnier mit Hindernissen. "Wir haben festgestellt, dass eines der Tore defekt war, und zwar so spät, dass wir nicht mehr reagieren konnten", berichtete Wroblewski. Also konnte nur auf einem Kleinfeld gespielt werden. Der Zeitplan geriet dennoch kaum in Gefahr, denn zum Jubiläum hatten nur zwölf Mannschaften gemeldet. Acht für das Voyeur-Cup-Turnier und vier für das Turnier der Kicker, die über 40 Jahre alt sind (Ü 40).



Auch wenn der Sieg bei diesem kultigen Turnier in den letzten Jahren für den Geschmack vieler Traditionalisten ein bisschen in den Vordergrund gerückt ist, gab es wieder Szenen, die den Cup so beliebt haben werden lassen - vor allem neben dem Platz. Als zum Beispiel das Team Leipziger 52, eines der treuesten Teilnehmerteams und fast von Beginn an dabei, sein letztes Duell, das Halbfinale gegen Synop bestritt, bekamen viele das 1:0 für Letztere nicht mit. Denn Wroblewski machte einen am Platzrand stehenden Baum zum großen Torwart. Der hatte nämlich zwei Bälle, die das Team von Rekordsieger Seven to Nine in einer Spielpause in die Höhe gekickt hatte, "gehalten". Danach versuchten die Fußballer, ihre Bälle zurückzuerobern. Einer stocherte mit zusammengeklebten Ästen in der Astgabel, in der die Bälle klemmten. Ein anderer schoss einen dritten Ball in die Höhe, um die beiden anderen zu befreien. Und es kam, wie es kommen musste: Just als der Spielball zum ersten Mal im Netz der Leipziger 52 landete, hielt der Baum auch den dritten Ball unter dem Beifall der Zuschauer.

"Wir haben uns entschieden, dass dieses Jubiläumsturnier unser letzter Voyeur Cup werden soll", meinte Michael Beer von den Leipzigern nach dem 0:4. "Zumal es ja auch zeitweise geheißen hat, dass dies der letzte Voyeur Cup sein würde."

Das scheint aber kein Thema mehr zu sein, denn Wroblewski geht davon aus, dass auch im nächsten Jahr gespielt wird. Beer: "Das ist für uns einfach eine runde Sache, zumal die Ziffern Zwei und Fünf einmal die Jubiläumszahl 25 und die 52 aus unserem Teamnamen ergeben." Außerdem gab er zu bedenken: "Es ist nicht mehr der Voyeur-Cup wie früher, als Gaudi, Spaß und das Familiäre im Vordergrund standen."

Besonders freuten sich die Leipziger, wieder befreundete Teams wie die Jungs von der Ponderosa zu treffen. Am Ende tanzte Synop den Voyeur-Cup am besten und siegte im Finale gegen Seven to Nine. Den Schattencup für die Teams, die schon früher ausschieden, holte sich Nilles Saarbrücken. Den Ü-40-Cup gewannen die Satanischen Fersen.