Als noch der Wischbach Fechingens Schwimmbad war

1937 hat alles angefangen. Am 30.

Juni wurde der Bau eines Schwimmbads in Fechingen beschlossen. Im Sommer 1939, nur zwei Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, wurde das Bad eröffnet. Im Krieg dann teilweise zerstört, machten sich die Fechinger schon 1949 an seinen Wiederaufbau. 1972 entstand dann das Bad in seiner heutigen Form als kombiniertes Hallen- und Freibad. Seit 74 Jahren gehört das Schwimmbad also nun zum Fechinger Ortsbild, ist Mittelpunkt vieler Vereine, vom Kinder-Schwimmen des TV Fechingen bis zum Aqua-Jogging der Senioren-Gruppe. Deshalb hat die Arbeitsgemeinschaft der Fechinger Ortsvereine im vergangenen Jahr einen 57-seitigen Band zur Geschichte des Bades herausgegeben. Das Buch begleitet das Bad mit vielen Bildern durch die Jahre. Von den Anfängen der Fechinger Schwimmer in den 1930er Jahren im "Fechinger Bach", der zwischen Fechingen und Eschringen gestaut worden war über die Bauarbeiten Ende 1938, als ein erstes offizielles Schwimmbad entstand, bis hin zum Neubau 1972. Doch auch die kritische Phase, als das Bad 2010 vor der Schließung stand und erst aufgrund des Widerstands vieler Fechinger Bürger doch noch erhalten wurde, findet Raum in der Dokumentation. Viele Bilder - unter anderem aus dem Landesarchiv - wurden in mühevoller Arbeit zusammengetragen und reichen von privaten Aufnahmen aus den 1920er Jahren, als die Fechinger noch im "Wischbach" schwimmen gehen mussten, bis hin zu aktuellen Bildern von den großen Umbauarbeiten 2010, als das Bad für 1,9 Millionen Euro renoviert wurde.

Der Band ist zum Preis von vier Euro bei Günter Nieser, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Fechinger Ortsvereine, zu erhalten; Tel. (068 93) 24 01.