Ärzte demonstrieren gegen Tierversuche

Bei einem Aktionstag in der Fußgängerzone meldete sich am Samstag die Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche“ zu Wort. Mit dem Bündnis für Tierrechte protestierte der Verein in der Bahnhofstraße unter anderem gegen Tierversuche an den Universitätskliniken in Homburg.

25 000 Tiere sterben im Saarland jedes Jahr bei Tierversuchen, sagte Werner Wadle von "Ärzte gegen Tierversuche".

Dabei seien die Versuche an den Unikliniken größtenteils nicht einmal vorgeschrieben. Sie dienten zu 75 Prozent der Grundlagenforschung und brächten oft nicht einmal greifbare Ergebnisse, gibt Walde zu bedenken.

Bundesweit dienen nach Wadles Worten nur 35 Prozent der Tierversuche der Grundlagenforschung. Vorgeschrieben, erklärt Wadle, seien Tierversuche in Deutschland aber lediglich vor der Einführung von Medikamenten. Dafür seien die Tests vor dem Start der klinischen Phase Pflicht. Der internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte. Der Aktionstag wird zum 35. Mal begangen. Bundesweit macht der Verein in diesen Tagen in 25 Städten auf das Leid der Tierversuchsopfer aufmerksam.