61-Jähriger wegen Messerattacke auf Partnerin vor Gericht

Ein 61 Jahre alter Schlosser soll seine Lebensgefährtin mit einem Messerstich in den Hals schwer verletzt haben. Gestern begann vor dem Landgericht Saarbrücken der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen den Mann.

Der Vorwurf: Der Angeklagte soll der 56-Jährigen am 22. März 2014 in der gemeinsamen Wohnung ein Steakmesser in den Hals gestochen haben. Die elf Zentimeter lange Klinge verfehlte nur knapp die Halsschlagader. Bereits vorher soll der Mann gedroht haben, seine Partnerin umzubringen. Er habe angedroht, sie aus dem 13. Stockwerk ihres Wohnhauses zu werfen. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem alkoholkranken Mann von verminderter Schuldfähigkeit aus. Erst drei Tage vor der Bluttat sei er aus einer Suchtklinik entlassen worden.

Bereits vor der Tat soll der 61-Jährige unter Alkoholeinfluss gewalttätig gewesen sein, er soll seine Lebensgefährtin geschlagen und getreten haben und ihre Porzellanfiguren auf dem Fußboden zertrümmert haben. Einige Tage nach der Tat soll sich der Angeklagte auf der Flucht zudem noch Zutritt zur Wohnung verschafft und Geld gestohlen haben. Seit 7. April befindet er sich in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger hat angekündigt, dass am nächsten Verhandlungstag, dem 13. Oktober, mit einem Geständnis zu rechnen sei.