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500 Einsatzkräfte üben Einsatz bei Zugkatastrophe

Saarbrücken. Eine Übung dieses Ausmaßes hat das Saarland seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen: 500 Polizisten von Bund und Land, Sanitäter, Feuerwehrleute, Notärzte, Bahn-Mitarbeiter, Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und Notfallseelsorger proben am Abend des 12. November am Saarbrücker Hauptbahnhof ihre Zusammenarbeit im Fall einer Zugkatastrophe. "Der Hauptbahnhof wird ein Meer aus Blaulicht werden", sagt Dieter Schwan, Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Bexbach. Insgesamt sollen sogar annähernd 1000 Menschen an der Übung beteiligt sein - darunter neben den Einsatzkräften auch 250 Darsteller, die Verletzte oder Passanten spielen, sowie Übungsbeobachter aus den zuständigen Behörden und Hilfsorganisationen sowie aus dem Landtag. Konkret geht das Übungsszenario davon aus, dass am Hauptbahnhof der Strom ausfällt und der Lokführer eines einfahrenden Zuges seine Maschine in der Dunkelheit gegen einen Prellbock fährt. Die Insassen des Zuges sind verletzt, am Bahnhof herrscht totales Chaos, nichts geht mehr - weil kein Strom da ist und auch keine Weichen mehr gestellt werden können. Dieser Fall soll dermaßen echt simuliert werden, dass nach dem Übungsbeginn um 22.30 Uhr tatsächlich keine Züge mehr am Hauptbahnhof fahren. Die Landespolizei wird die Verkehrsregelung übernehmen, es werden Behinderungen im Bahnhofsumfeld erwartet. Daniel Kirch

Einen konkreten Anlass für die Übung gibt es laut Bundespolizei-Sprecher Schwan nicht. Es sei ganz einfach sinnvoll, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, wie die Zusammenarbeit der Behörden und Hilfsorganisationen im Unglücksfall funktioniere.



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