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350 Stunden pro Jahr aktiv für den Naturschutz

Axel Hagedorn mit einem Uhu, der ausgewildert wird. Foto: Landeshauptstadt Saarbrücken
Axel Hagedorn mit einem Uhu, der ausgewildert wird. Foto: Landeshauptstadt Saarbrücken FOTO: Landeshauptstadt Saarbrücken
Saarbrücken. Naturschutz kann auch vor der Haustür vielfältig sein. Ob Gewässerschutz, Naturschutzgebiete oder die Veredelung von Obstbäumen: Axel Hagedorn engagiert sich vielfältig für die heimische Natur. Dafür wählten ihn nun SZ-Leser zu „Saarlands Bester“-Person im Oktober. Benjamin Rannenberg

Axel Hagedorn setzt sich seit dreieinhalb Jahrzehnten für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ein. Dieses besondere Engagement für den Naturschutz würdigten nun die SZ-Leser mit der Wahl zur "Saarlands Besten"-Person im Oktober. Seit 1981 engagiert er sich als Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Fechingen-Kleinblittersdorf. Die Nabu-Gruppe mit aktuell rund 1480 Mitglieder ist stolz auf etliche Erfolge, wie etwa ein Steinkauz- und Gelbbauchunkenprojekt. Der Vereinschef kümmert sich um Verwaltung sowie Organisatorisches und leitet verschiedene Kurse zu den Themen Obstbaumschnitt, Veredelung von Obstbäumen sowie Sensendengeln und Mähen.



Als ehrenamtlicher Naturwächter ist er zuständig für die Natura-2000-Schutzgebiete und Naturschutzgebiete in Saarbrücken-Fechingen. Der 69-Jährige organisiert in Zusammenarbeit mit der Nabu-Gruppe Fechingen-Kleinblittersdorf verschiedene naturkindliche Wanderungen durch die Schutzgebiete. "Das Ziel ist, die Menschen für die Natur vor der eigenen Haustür zu sensibilisieren", erklärt Hagedorn.

In seinem Ehrenamt als Naturschutzbeauftragter für die Saarbrücker Stadtteile Brebach und Fechingen klärt er unter anderem über die Anleinpflicht für Hundehalter und verschiedene Verbote auf. Illegale Müllablagerungen oder das Befahren von gesperrten Wegen bringt er zur Anzeige. Als Gewässerbeauftragter sorgt er für einen sauberen Zustand des Wieschbachs und Fechinger Bachs. Entlang des Ufers des Fechinger Bachs hat er seit Mitte der 80er-Jahre, wie er berichtet, Hunderte Bäume und Sträucher gepflanzt. "Die Schwarzerle spendet Schatten, stabilisiert das Ufer und bietet Vogelarten Nist- und Nahrungsmöglichkeiten", weiß der ehrenamtliche Naturschützer, der in den 80er-Jahren einen Lehrgang für Naturschutzbeauftragte absolvierte.

"Viele wollen die Natur genießen, aber nur wenige sind bereit dafür auch was zu tun", sagt Hagedorn, der bis 2012 als Vermessungsamtsrat bei der Stadt Saarbrücken beschäftigt war. Von Ende Februar bis Ende November arbeitet Hagedorn zudem jeden Samstag mit dem Verein zur Förderung der Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe Saar zusammen. Straffällig gewordene junge Menschen, die gemeinnützige Arbeitsstunden leisten müssen, leitet er an, zum Beispiel beim Obstbaumschnitt, Säubern von Kleinstgewässern bei Pflegemaßnahmen ökologisch wertvoller Flächen. Jedes Jahr leiste er rund 350 Stunden für den Arten- und Biotop-Schutz, indem er zum Beispiel Orchideen- und Streuobstwiesen pflege. Hagedorn möchte so lange wie möglich für den Naturschutz aktiv sein.

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