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300 Kilogramm Kokain in Bananenkisten

Saarbrücken/Völklingen. 300 Kilogramm Kokain im Wert von mehreren Millionen Euro hat die Polizei am Dienstagmorgen in einem Völklinger Fruchtmarkt festgestellt. Wie das Rauschgift ins Saarland gelangen konnte, ist noch unklar. red/lrs

Mitarbeiter eines Obst- und Gemüsemarktes haben mächtig gestaunt, als sie in ihrem Lager am Montagmorgen in Bananenkisten 300 Kilogramm Kokain entdeckten. Wie die Polizei gestern mitteilte, alarmierten die Mitarbeiter umgehend die Polizei , die das in grüne Plastikfolie verpackte und unter unreifen Bananen versteckte Rauschgift sicherstellte. "Es ist der bisher größte im Saarland entdeckte Drogenfund", sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums, Georg Himbert , auf Anfrage unserer Zeitung. Den Marktwert der Drogen schätzt die Polizei auf mehrere Millionen Euro .

Das Rauschgift stamme aus Südamerika und sei über die Benelux-Staaten ins Saarland gelangt. Nähere Angaben wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Der Weg über die großen europäischen Häfen gilt als gängige Schmuggelroute.

Ermittelt werde derzeit in alle Richtungen. So werde geprüft, ob es sich um eine "Fehllieferung" handelt. Wie das Kokain ins Saarland gelangen konnte, ist nach Angaben des Leiters des Rauschgiftdezernats beim Landeskriminalamt, Rüdiger Schuster, unklar. "Üblicherweise werden die Container bereits von den Schmugglern im Hafen umgeleitet", sagte er. Das Bundeskriminalamt werde informiert.

Bei dem Fund handelt es sich auch bundesweit um einen der größten in den letzten Jahren. 1,5 Tonnen Kokain waren im April 2010 im Hamburger Hafen in einer Ladung Holzbriketts entdeckt worden. Im Januar 2014 hatten Mitarbeiter in Aldi-Filialen in Berlin und Brandenburg 140 Kilogramm der Droge in Bananenkisten gefunden.