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30 Proben stehen auf dem Programm

Die drei Schüler Selina Grünewald, Eike Reinke, Selina Lefebre (von links) der St. Ingberter ERS II nehmen am Projekt "Musikmaschine" teil. Foto: Kestin Keller
Die drei Schüler Selina Grünewald, Eike Reinke, Selina Lefebre (von links) der St. Ingberter ERS II nehmen am Projekt "Musikmaschine" teil. Foto: Kestin Keller
Rohrbach/Saarbrücken. Zwei Schülerinnen und ein Schüler der Erweiterten Realschule II St. Ingbert haben es geschafft: Sie nehmen teil an dem Projekt "Musikmaschine", das derzeit von Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Saarland am Saarländischen Staatstheater einstudiert wird

Rohrbach/Saarbrücken. Zwei Schülerinnen und ein Schüler der Erweiterten Realschule II St. Ingbert haben es geschafft: Sie nehmen teil an dem Projekt "Musikmaschine", das derzeit von Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Saarland am Saarländischen Staatstheater einstudiert wird. 30 Probentermine müssen Selina Lefebre (13), Selina Grünewald (zwölf) und Eike Reinke (14) seit dem 30. März bis zur Premiere am 19. Juni bewältigen. "Musikmaschine'' findet im Rahmen des Projektes "strukturwandel - neues hören und sehen" statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur realisiert. Eigene Partitur Der amerikanische Komponist Ari Benjamin Meyers hat für die Uraufführung mit dem Saarländischen Staatsorchester, dem Landes-Jugend-Symphonieorchester Saar und dem Jugend-Jazz-Orchester Saar eigens eine Partitur komponiert. Der bekannte Choreograf Jürgen Müller, der unter anderem die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona choreografiert hat, studiert mit den Jugendlichen eine Szenenfolge ein. Um überhaupt Teil der Choreografie sein zu dürfen, mussten sich die Schulen bewerben. Auf Anreiz der Pädagogin Nadine Brettar versuchten mehr als zehn Schülerinnen und Schüler der ERS II mit einem Bewerbungsvideo ihr Glück. Was genau das Projekt beinhalten würde, war geheim. Lediglich die Vorgabe, eine Musikmaschine darzustellen und eine Geschichte zu erzählen, gab es als Hintergrundinformation. In der Aula der Schule entstand dann innerhalb kürzester Zeit ein Video, in dem die Akteure mit Klang, Licht und Bewegung arbeiteten. "Und wir wurden angenommen", sagt Nadine Brettar, die sich mit Kollegen abwechselt, die beiden Selinas und Eike während der Proben, "die manchmal bis zu sechs Stunden dauern", zu betreuen. Dass die Wahl ausgerechnet auf die drei jungen Schüler fiel, erklärt Brettar so: "Es sind sehr viele Probentermine angesetzt, die entweder direkt im Anschluss an den Unterricht stattfinden, manchmal aber auch während der Schulzeit. Da konnten nur Schüler mit einem gefestigten Notenbild genommen werden. Und die Leute mussten sich auch ganz sicher sein, dass sie bis zum Ende durchhalten würden, um die Aufführung nicht zu gefährden."Schüler geben alles Für die drei Bewegungs-Akteure der Erweiterten Realschule ist es unterdessen eine ganz klare Sache: "Es macht sehr viel Spaß", sagt Eike Reinke. Wenn es auch "manchmal ein bisschen anstrengend ist", wie Selina Lefebre ergänzt. "Aber wir strengen uns an, damit die Aufführung ein Erfolg wird", verspricht Selina Grünewald. Und daran zweifelt an der Schule niemand. mal