18 Stationen um die Hohenburg

Die ehemalige Festung Hohenburg verlieh Homburg nicht nur den Namen, sondern gilt auch als Keimzelle der Stadt. Jetzt soll die Ruine mit Hilfe eines Rundwanderweges und weiteren Ideen aufgewertet werden.

Schon seit einigen Tagen ist er vollständig, der neue Rundweg über die Ruine der Festung Hohenburg (wir berichteten). Eine neue Beschilderung und eine Verbindungstreppe am Wehrgang zwischen der Kernfestung und dem Ravelin I, einem abgesetzten Festungswerk, machen ein neues Erleben von Vaubans Erbe möglich. Gestern nun stellten Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner, der Kulturbeigeordnete Raimund Konrad, Axel Ulmcke als Beigeordneter für das Stadtmarketing, Kulturamtsleiter Klaus Kell, der Abteilungsleiter für Denkmalpflege Michael Emser und Markus Schindler als Verantwortlicher für die Beschilderung den "neuen" Schlossberg vor. Axel Ulmcke formulierte dabei das Ziel der Anstrengungen so: "Wir müssen diese Festungsanlage im Bewusstsein der Menschen weiter nach vorne bringen."

Die Stadt hat es sich ein bisschen etwas kosten lassen, um diesem Ziel einen deutlichen Schritt näher zu kommen: Mit einem Gesamtfinanzvolumen von 70 000 Euro wurde zum einen der besagte Aufgang im Bereich des befestigten Wehrgangs von seinem bisherigen Weg ins Nirgendwo befreit und als entscheidendes Bindeglied für einen echten Rundweg nutzbar gemacht. Zum anderen wurde ein 18-Stationen umfassender Kurs über die Festungsanlage geschaffen, der nun, versehen mit dem aktuellen Stand der Geschichts-Forschung, die Festung Hohenburg den Besuchern wesentlich genauer als bisher nahe bringen soll.

Waren es vor allem Raimund Konrad und Axel Ulmcke, die seitens der Stadt die Evolution der Festungsanlage ins Rollen gebracht hatten, so zeichneten Markus Schindler und Michael Emser für die tatsächlich Umsetzung der Pläne verantwortlich. Und die zeigen sich durchdacht. Markus Schindler, der das neue Schilderwerk konzipiert hat, zu dessen Systematik: "Die Informationstafeln sind farblich in zwei Bereiche gegliedert. Der grüne Bereich verdeutlicht die Abfolge der einzelnen Stationen des Rundwegs, ist also die technische Seite des neuen Systems. Grau gekennzeichnete Bereiche enthalten die nötigen historischen Informationen." Mit insgesamt 18 Stationen soll so die Festung Hohenburg deutlich detaillierter in ihrem Wesen vermittelt werden.

Verdeutlichte Schindler so den neuen Rundweg, erläuterten Klaus Kell und Michael Emser die Entwicklung hin zum "neuen" Schlossberg als Ergebnis intensiver Überlegungen. Die scheinen mit dem nun erreichten nicht zu enden, es könnte in der Zukunft eine weitere Aufwertung geben. So stellte Raimund Konrad ein Filmfestival auf dem Plateau des Ravelin I in Aussicht. Oberbürgermeister Karlheinz Schöner ordnete das Engagement auf dem Schlossberg ins touristische Gesamtkonzept der Stadt ein und machte klar: "Es gilt, die Hinterlassenschaften, die Ruine und alles was da ist aufzupeppen und für unsere Besucher erlebbar zu machen".