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| 21:15 Uhr

160 Firmen setzen in Krise auf Kurzarbeit

Regionalverband. Nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Monaten ist die Arbeitslosigkeit im Regionalverband erstmals wieder gesunken. Im Mai waren 17 035 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 842 weniger als im April. Im Vergleich zum Mai 2008 sank die Arbeitslosenzahl um 479 Personen oder 2,7 Prozent. Die Quotebetrug 10,5 Prozent nach 10,8 Prozent vor einem Jahr Von SZ-Redakteur Frank Kohler

Regionalverband. Nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Monaten ist die Arbeitslosigkeit im Regionalverband erstmals wieder gesunken. Im Mai waren 17 035 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 842 weniger als im April. Im Vergleich zum Mai 2008 sank die Arbeitslosenzahl um 479 Personen oder 2,7 Prozent. Die Quotebetrug 10,5 Prozent nach 10,8 Prozent vor einem Jahr. Dieser hat nichts mit einer überraschend guten Wirtschaftslage zu tun, sondern hat vor allem statistische Gründe: Menschen, mit deren Vermittlung die Agentur einen Dritten beauftragt hat und die bis zum neuen Job an "arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen" teilnehmen, gelten nicht mehr als arbeitslos. Die Agentur für Arbeit Saarbrücken registrierte wegen der neuen Regelung 480 "Maßnahmeteilnehmer" im Mai nicht mehr als arbeitslos.

Dass die Krise längst die Region erreicht hat, zeigt die Zahl der Kurzarbeiter: Im März arbeiteten im Regionalverband 5300 Männer und 890 Frauen in 160 Betrieben kurz. Zum Vergleich: Im gesamten Saarland lag die Kurzarbeiterzahl vor einem Jahr bei 4500 Menschen. Sie hat sich inzwischen landesweit auf 29 400 Betroffene in 660 Betrieben erhöht.

Jetzt hoffen die Arbeitsmarkt-Experten, dass zwei Neuheiten Jobs schützen. Zum einen: die Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate. Zum anderen: die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ab dem siebten Monat. "Das gibt sicher vielen Firmen mehr Planungssicherheit", sagt Engelbert Kuhn, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. Die Zahl der Bezieher des Arbeitslosengeldes I lag mit 4440 um 10,8 Prozent niedriger als im April, aber um 30,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

12 595 Menschen bekamen Arbeitslosengeld II. Das sind zwar 2,3 Prozent weniger als im April und 10,7 Prozent weniger als im Mai 2008. Damit sind aber immer noch 73,9 Prozent aller Arbeitslosen sehr lange auf Jobsuche.

Die Firmen meldeten im Mai 578 neue offene Stellen. Zum Monatsende waren noch 1093 Jobs zu vergeben.

Gesucht werden Werbefachleute, Fachlehrer, Büro- und Bankfachleute sowie Friseure. Auch für Altenpflege, Gastronomie und Verkauf wird Personal benötigt.

Noch suchen 786 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. Für sie gibt es am 4. Juni eine Lehrstellenbörse. ole

"Das gibt sicher

vielen Firmen mehr Planungssicherheit."

Engelbert Kuhn, Agentur für Arbeit, über die verbesserten Regelungen bei der Kurzarbeit