13 neue Staatsbürger im Kreis

Sie kommen aus Syrien, Polen oder Ägypten. Jetzt sind sie deutsche Staatsangehörige. Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich überreichte 13 Menschen aus neun Ländern die Einbürgerungsurkunde und ein Geschenk.

Die erste offizielle Einbürgerungsfeier fand dieser Tage im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Merzig für neue deutsche Staatsbürger statt. 13 Einbürgerungsbewerber waren mit Verwandten und Freunden zu einer kleinen Feierstunde eingeladen, um ihre Einbürgerungsurkunde offiziell von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich entgegen zu nehmen.

Aus neun unterschiedlichen Herkunftsländern stammen die neuen Staatsbürger. Unter den Eingebürgerten befinden sich ehemalige Staatsangehörige der Länder Frankreich, Türkei, Polen, Kroatien, der Ukraine und Weißrussland. Auch Menschen aus weiter entfernten Ländern wie Kasachstan, Syrien und Ägypten haben jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt.

Die Landrätin hieß die neuen Bürger willkommen: "Ich hoffe, dass Sie sich in unserem Landkreis wohlfühlen und weiterhin wohlfühlen werden. Die Einbürgerung ist mehr als ein Aktenvorgang, sie ist die bewusste Entscheidung, als Deutsche hier in Merzig-Wadern zu leben, mit deutschem Pass und den Rechten und Pflichten von deutschen Staatsbürgern. Sie sollen Ihre Kultur nicht ablegen, sondern zum Wohle aller in die Gemeinschaft einbringen." Ebenso sei es wichtig, dass die neuen Staatsbürger ihr erworbenes Wahlrecht und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in Deutschland nutzen, um an der Gestaltung des Landes mitzuwirken, so die Landrätin. Neben dem feierlichen Gelöbnis und der Überreichung der Urkunden stand mit dem Singen der deutschen Nationalhymne auch Musikalisches auf dem Programm. Jeder neue Staatsbürger erhielt außerdem ein Willkommensgeschenk von der Landrätin.

Seit dem 1. Juli 2011 werden die Anträge auf Einbürgerung beim Landkreis Merzig-Wadern gestellt. Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber noch nicht deutscher Staatsangehöriger ist, kann sich einbürgern lassen. Das geschieht nie automatisch, sondern nur auf Antrag. Ab dem 16. Geburtstag können Ausländer diesen Antrag selbst stellen.

Für jüngere Ausländer müssen ihre gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen. Zunächst erfolgt eine Beratung der Einbürgerungsbewerber, welche Unterlagen vorgelegt werden müssen und ob der Antrag Aussicht auf Erfolg hat. Der Antrag wird auf Vollständigkeit überprüft, die Stellungnahme der Ausländerbehörde in Lebach eingeholt und dann dem Innenministerium zur Entscheidung vorgelegt.

Das Ministerium für Inneres und Sport ist für Grundsatzfragen des Staatsangehörigkeitsrechts zuständig und gleichzeitig Einbürgerungsbehörde des Landes. Nach positiver Entscheidung wird die Urkunde an den Landkreis zur Aushändigung übersandt. Mit der Aushändigung erwirbt der Antragsteller die deutsche Staatsangehörigkeit.

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2011 durch den Landkreis 201 Urkunden an 39 Nationalitäten ausgehändigt.