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Sieg vor Gericht
Saarbrücker Schlappe gegen Ex-Feuerwehrchef

Josef Schun
Josef Schun FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Der geschasste Leiter der Saarbrücker Berufsfeuerwehr, Josef Schun, kehrt zurück – allerdings nicht mehr auf seinen alten Posten. Nach Angaben des Pressesprechers der Landeshauptstadt, Thomas Blug, ist Schun mittlerweile Brandschutz- und Sicherheitsreferent im Baudezernat. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Diese Woche trat er seinen Dienst an. Grundlage für seine Rückkehr ist ein Beschluss des Saarlouiser Verwaltungsgerichtes. Dies hatte in einem Eilverfahren die Freistellung Schuns vom 8. März, das mit einem Ermittlungsverfahren wegen Betrugs begründet worden war, aufgehoben. Damit erzielte der Ex-Feuerwehrchef bereits einen zweiten juristischen Erfolg gegen die Landeshauptstadt. Bereits Anfang März hatte das selbe Gericht eine Suspendierung für unrecht erklärt. Damals war Schun unter anderem wegen unüberbrückbarer Differenzen innerhalb der Feuerwehr aus dem Dienst entfernt worden.


Schuns Anwalt Gernot Lehr spricht unterdessen von einem „weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur vollständigen Rehabilitation“ seines Mandanten. Er werde „mit Freude und Motivation seine Berufstätigkeit wieder ausüben“.

In seiner neuen Tätigkeit erhält Josef Schun nun das gleiche Salär wie zuvor als Feuerwehrchef, teilt auf Anfrage Pressesprecher Blug mit. Zu den Vorgängen in der Verwaltung dürfe sich Josef Schun nicht äußern. Blug verweist auf die Amtsverschwiegenheit, wonach nur dem Behördenleiter Auskünfte erlaubt seien.