Premiere im Mai „Fetish“-Party mit Darkroom und Glory Hole in der Garage Saarbrücken

Saarbrücken · Für die einen ist es eine pornografische Sex-Fete, für die anderen ein außergewöhnliches Event, um die eigenen Neigungen auszuleben. Die Garage bietet in Saarbrücken erstmals eine Party unter dem Titel Fetish. Und die hat es in sich.

„Fetish“-Party in der Garage Saarbrücken am Samstag, 18. Mai. So wirbt der Veranstalter.

„Fetish“-Party in der Garage Saarbrücken am Samstag, 18. Mai. So wirbt der Veranstalter.

Foto: Garage Saarbrücken

Dreckig, verrucht, schmutzig. Die Luft hängt voll Sex. Alles hoch unanständig und zutiefst verabscheuungswürdig? Oder soll doch jeder nach seiner Fasson selig werden? Die Verantwortlichen der Garage in Saarbrücken jedenfalls wagten schon so manches Veranstaltungsexperiment. Jetzt kommt ein neues Event in die Landeshauptstadt Saarbrücken und könnte für moralischen Sprengstoff sorgen.

Wer zur „Fetish“-Party in der Saarbrücker Garage Zugang hat

„Fetish“ – so kurz und bündig heißt eine Party, die am Samstag, 18. Mai, auf die geneigten Besucher wartet. Unter der deutschen Schreibweise heißt es zu dem Namen im Duden: ein Gegenstand, dem magische Kräfte zugeschrieben werden oder subjektiv besondere Bedeutung beigemessen wird. Darum kann es sich durchaus auch um einen Körperteil handeln.

Was in dem Wörterbuch so unaufgeregt daherkommt, wirkt auf Anhänger von Fetisch-Feten indes recht anregend. Und das auf durch und durch sexuelle Weise. Darum dürfte es sich dann auch drehen, wenn an jenem Samstag gegen 22 Uhr die Tore zur Garage aufgehen. Eindeutiger Hinweis, dass es an jenem Abend und in jener Nacht alles andere als jugendfrei zugehen dürfte: Der Eintritt ist erst ab 18 Jahren gestattet.

Worum es bei der Premiere geht

Die Veranstalter lassen in ihrer Beschreibung zu dieser neuen Party daran keinen Zweifel. So heißt es in der Ankündigung unmissverständlich eindeutig: „Feier mit uns eine Nacht voller Ekstase, heißen Beats und bebenden Körpern.“ Dazu tritt neben der Garage als Event-Location selbst noch Karma-Sutra-Events als Veranstalter auf. In der üblichen Schreibung Kamasutra verstehen Gelehrte darunter Ratschläge sowie Anregungen für Liebe und Sexualität.

Dass es bei dieser Veranstaltung genau darum geht, wird im weiteren Ankündigungstext klar: Es soll eine Nacht für alle sein, „die Spaß an Freizügigkeit, Party und Spiel haben“. Egal welcher sexuellen Orientierung sich der Teilnehmer zugehörig fühlt. Dass es bei den angedeuteten Spielchen nicht etwa um Schach oder Maumau geht, ist nun wohl jedem klar.

Was die Besucher am Abend und in der Nacht erwartet

Die Beschreibung zu den verschiedenen Räume wird jedwede Skepsis daran weggepustet. Düstere Räume, im Szenejargon Darkrooms genannt, gehören zu den Spielwiesen mit entsprechenden Einrichtungen zu anonymen Sexkontakten wie Glory Holes. Wer es bei der Liebe etwas härter mag, kann zur sexuellen Erregung auf Spanking-Böcke zugreifen. Der Fantasie sind an diesen Geräten und weiteren Hängevorrichtungen keine Grenzen gesetzt. All das findet sich in der so genannten Schlagwerk-Area wieder.

Das übliche Straßen-Outfit sollte an dem Tag zuhause bleiben. Denn die Garage-Truppe empfiehlt einen illustre Ausgeh-Dresscode, der durchaus körperbetont daherkommt. Beispielsweise ist Latex, Leder und Lack ebenso angesagt wie Nylon, Sportswear, Bodypainted über Socks bis hin zu Steampunk, Barock und Smoking.

Die dazugehörige Musik und was nicht erlaubt ist

Damit das Ambiente passt, sorgen DJs für den entsprechenden Sound. Von Electro-Musik über Hip-Hop bis hin zu R’n’B und Mainstream-Pop wollen DJ O.M.T.S. & A´ime Joe sowie The Boy Hakimo sorgen.

All zu neugierigen Gaffern sei gesagt: Handykameras sind bei der Fetisch-Party tabu. Unmissverständlich heißt es dazu: Wer erwischt wird, der fliegt. Ansonsten können alle Gegenstände an der Garderobe abgegeben werden. Dazu sollen auch Körbe bereitstehen.

Weitere Informationen zu der „Fetish“-Fete in der Saarbrüker Garage und zum Kartenvorverkauf gibt es auf der Internetseite des Veranstalters.

(hgn)
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