| 20:39 Uhr

Unterhaltung in Saarbrücken
Eine indianerstarke Pferdeshow für Familien

Auch Pferdesressur sehen die Zuschauer von Yakari und Kleiner Donner auf den Saarbrücker Saarterrassen.
Auch Pferdesressur sehen die Zuschauer von Yakari und Kleiner Donner auf den Saarbrücker Saarterrassen.
Saarbrücken. Yakari und Kleiner Donner sind auf den Saarbrücker Saarterrassen zu sehen. Kritik an den Darbietungen kommt von Tierschützern. Von Yvonne Handschuher

Eins steht fest: Yakari, der tierliebe Indianerjunge, besitzt bei Kindern dank der gleichnamigen Zeichentrickserie Kultstatus. Jetzt wird Yakari für große und kleine Zuschauer lebendig. Wille-Entertainment gastiert mit „Yakari und Kleiner Donner – der Pferde-Show für die ganze Familie“ noch bis 22. Juli, in Saarbrücken auf den Saarterrassen, nachdem die Veranstaltung auch in Städten wie Hamburg, Freiburg und Wiesbaden das Zelt füllte. Spielort der Show ist ein großes Indianerzelt, in dem bis zu 800 Yakari-Fans Platz nehmen können.


Bei all den faszinierenden Pferdedarbietungen spiele der Tierschutz bei dieser Show eine Rolle, versichert der Veranstalter. Wille-Entertainment weist darauf hin, dass diese Liveshow genau die Werte vermitteln möchte, die Yakari auch im Fernsehen verkörpert: Den Respekt vor der Natur und damit einhergehend all ihren Tieren.

Da sind Tierschützer jedoch zuweilen anderer Meinung. So gab es wegen der Pferdedarbietungen in der Show Proteste gegenüber des Veranstaltungsgeländes. „Es ist uns wichtig, dass es den Tieren gut geht“, hält Pressesprecher Sven Rindfleisch im Gespräch mit unserer Zeitung gegen. Vertreter des Veterinäramts seien vor Ort gewesen und sollen „den guten Zustand und den richtigen Umgang mit den Tieren bestätigt“ haben.

Das Spektakel, das in Saarbrücken Premiere feierte, geht auf die Zeichentrickserie zurück. Zum Leben erweckt werden der kleine Sioux-Indianer und seine Freunde durch Schauspieler, Artisten und Pferde. So ist beispielsweise ein temperamentvoller Appaloosa-Schecke Yakaris Freund Kleiner Donner.

Zwei Stunden sorgen über 60 zwei- und vierbeinige Mitwirkende für spannende Momente in der Manege. Neben den 18 Pferden sind es auch die Akrobaten, die das Publikum in ihren Bann ziehen wollen.



Artistische Höchstleistungen bieten die Tuchkünstlerin Alexandra Gerbey sowie Jongleur Eric Munoz mit seinen wirbelnden Kegeln und Frisbee-Scheiben.

Die liebevoll gestalteten Kostüme und die stilechte Kulisse sind in enger Absprache mit den Yakari-Machern enstanden. Yakari selbst spielt der erst neunjährige Alfons Wille, der mit seinen Entertainerkünsten seinesgleichen sucht und den Kontakt zu den Besuchern nicht scheut.

Ihren Anfang findet die Geschichte in der Manege wie in der Fernsehserie im idyllischen Land der großen Seen, wo die Sioux leben. Erzählt wird während der Show der erste Teil, in dem Yakari auf Kleiner Donner trifft. Mit seiner besten Freundin Regenbogen (dargestellt von der sechsjährigen Angel Wille) ist Yakari unterwegs, als er das scheue Wildpferd mutig aus einer Felsspalte befreit. Danach erscheint ihm sein Totemtier Großer Adler, der ihn für diese Tat lobt. Er versetzt den kleinen Sioux in Erstaunen, als er ihm verrät, dass Yakari mit Tieren reden kann.

Als Kleiner Donner genau wie in der Fernsehserie schließlich Vertrauen zu Yakari fasst, reitet dieser auf seinem Rücken zurück zu seinem Stamm, wo ihn die großen Indianer stolz empfangen und in ihren Kreis aufnehmen.

Regenbogen glänzt in der Show mit einer eigenen Pferdedressurnummer, die das Publikum mit tosendem Applaus gutiert.

Regenbogen und Yakari (von links) erleben zusammen viele Abenteuer.
Regenbogen und Yakari (von links) erleben zusammen viele Abenteuer.